Eigentlich war man sich beim 1. FC Nürnberg im Sommer sicher, den Abgang von Routinier Timmy Simons als Führungsfigur im zentralen defensiven Mittelfeld intern kompensieren zu können. Angesichts der vorhandenen Alternativen kamen diese Überlegungen von Trainer Michael Wiesinger und Manager Martin Bader auch nicht ganz von ungefähr, doch schon nach wenigen Wochen in der neuen Saison sind die Club-Verantwortlichen zum Umdenken gezwungen.

Zum einen hat der im Winter von Rapid Wien schon im Vorgriff auf einen Simons-Abgang verpflichtete Muhammed Ildiz bislang den nächsten Schritt noch immer nicht gemacht und spielt aktuell überhaupt keine Rolle. Und zum anderen müssen wahlweise Hanno Balitsch und Markus Feulner für die rechte Abwehrseite eingeplant werden, wo Timothy Chandler eine unerwartete Formkrise durchmacht. Folglich bleiben für die Doppelsechs neben Balitsch oder Feulner nur noch Youngster Niklas Stark, der eigentlich offensiv besser aufgehobene Timo Gebhart und Mike Frantz, wobei letzterer auf der Sechs auch nicht unbedingt seine Optimalposition sieht.


Weil eine zusätzliche Option somit nicht schaden könnte, sondieren Wiesinger und Bader die vorhandenen Möglichkeiten auf dem Transfermarkt, wobei Nürnberg bei dem zum Wunschspieler auserkorenen Makoto Hasebe vom VfL Wolfsburg bislang auf Granit beisst. Weil der Japaner nach dem Verlust seines Stammplatzes an Neuzugang Luiz Gustavo aber unzufrieden und deshalb wechselwillig ist, hat man beim Club noch Hoffnung auf den angestrebten Transfer.

Wie Manager Bader gegenüber den „Nürnberger Nachrichten“ durchblicken ließ, wird der FCN bis zum Ende der Transferperiode alles versuchen, um den 29-Jährigen doch noch loszueisen: „Wir sind weiter in Kontakt mit Makoto und vielleicht ergibt sich in den nächsten Tagen doch die Möglichkeit, ihn zu verpflichten.“

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