Vor rund einem Monat hat der 1. FC Nürnberg in Person von Sportvorstand Martin Bader öffentlich sehr deutlich gemacht, dass ein Verkauf von Hiroshi Kiyotake trotz einer millionenschweren Offerte von Aston Villa kein Thema ist. Der Klub aus der englischen Premier League soll eine Ablöse von zehn Millionen Euro für den Japaner geboten haben, der sich in seiner ersten Bundesliga-Saison mit vier Toren und elf Vorlagen zum Top-Scorer der Franken aufgeschwungen hat.

Nachdem es in der Folge ruhig wurde und sich alle Beteiligten mit dem Nein des FCN abgefunden zu haben schienen, plant Aston Villa englischen Medienberichten zufolge nun offenbar einen neuerlichen Vorstoß. Wie der als seriös einzustufende „Mirror“ berichtet, will der Verein aus Birmingham gleich sechs Spieler abgeben und so Platz schaffen für Kiyotake, der zum neuen Spielmacher im Team von Trainer Paul Lambert werden soll.

Zugleich will Aston Villa offenbar das Angebot für Kiyotake noch einmal aufbessern und die angeblich vom Club geforderten 11,5 Millionen Euro bezahlen. Mit dem 23 Jahre alten Spielmacher selbst scheint eine Einigung dagegen nur Formsache, gilt die englische Premier League in Japan doch unverändert als das Nonplusultra im Weltfußball.

Sollte der 19-fache japanische Nationalspieler seine Zelte in Nürnberg nach nur einem Jahr tatsächlich schon wieder abbrechen, wäre dies zweifelsohne glechbedeutend mit einem Qualitätsverlust. Verschließt man trotz allen Potentials, das Kiyotake zweifelsohne besitzt, aber nicht die Augen davor, dass der begnadete Techniker teilweise enormen Formschwankungen unterworfen war und nun auch beim Pokal-Aus in Sandhausen nicht wirklich überzeugen konnte, sind 11,5 Millionen Euro eine stattliche Summe, die anderweitig sehr gut investiert werden könnten.

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