Seit Sonntag liegen die Karten auf dem Tisch. Timm Klose hat den 1. FC Nürnberg darüber informiert, die angebotene Vertragsverlängerung über 2014 hinaus auszuschlagen und stattdessen ein Angebot des VfL Wolfsburg annehmen zu wollen. Ob der Schweizer Innenverteidiger aber tatsächlich schon in diesem Sommer gehen darf, hängt im Wesentlichen von zwei Dingen ab.

Zum einen wird sich Wolfsburg finanziell strecken müssen, um Klose zu bekommen und wohl mehr als die bislang im Raum stehenden fünf Millionen Euro offerieren müssen, da Nürnberg anders als in der Vergangenheit nicht mehr auf Transfererlöse wie etwa bei Ilkay Gündogan oder Philipp Wollscheid angewiesen ist, um den Etat ausgeglichen gestalten zu können.

Und zum anderen hängt die Freigabe für Klose maßgeblich davon ab, ob der Club einen Ersatz für den Innenverteidiger findet, was nicht einfach werden dürfte, wenn man das von Manager Martin Bader erstellte Anforderungsprofil betrachtet: „Er muss einen Charakter wie Timm Klose oder Timmy Simons haben, muss deutsch sprechen und Kraft seiner sportlichen Vita ein absoluter Führungsspieler sein.“

Zwei Kandidaten, die zumindest über reichlich Erfahrung verfügen, werden aktuell in Nürnberg aber schon gehandelt. Wieder einmal gilt Alexander Madlung, dessen Vertrag in Wolfsburg Ende Juni ausläuft, als potentieller Neuzugang beim Club. Und auch Emanuel Pogatetz, der das vergangene Halbjahr an West Ham United verliehen war und nun ohne Perspektive nach Wolfsburg zurückkehrt, soll in den Nürnberger Überlegungen eine Rolle spielen.

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