Auch wenn der im Sommer eigentlich als neuer Abwehrchef verpflichtete Marcos Antonio sportlich bislang praktisch keine Rolle spielte und dies aller Voraussicht nach auch nicht mehr machen wird, führt der Knorpelschaden im Knie des Brasilianers, der eine Pause bis zum Ende der Saison zur Fplge hat, doch dazu, dass sich die Verantwortlichen des 1. FC Nürnberg Gedanken über einen neuen Innenverteidiger machen.

Der Grund dafür ist ganz einfach die dünne Personaldecke im Abwehrzentrum, wo hinter den gesetzten Per Nilsson und Timm Klose nur noch der 19 Jahre alte Noah Korczowski als gelernter Innenverteidiger zur Verfügung steht. Weil gleich zum Rückrundenauftakt gestern gegen den Hamburger SV Nilsson krankheitsbedingt passen musste, trat gleich eine schwierige Situation ein, die der neue Trainer Michael Wiesinger mit dem eigentlich im Mittelfeld beheimateten Timmy Simons löste.

Der Belgier machte seine Sache gewohnt gut und ist sicherlich stets eine zuverlässige Alternative, aber dennoch will Sportvorstand Martin Bader im „Kicker“ nicht ausschließen, dass der Club schon im Vorgriff auf den Sommer noch einmal auf dem Transfermarkt tätig wird: „Eine Ausleihe für ein hal­bes Jahr ist eher unwahrscheinlich. Wenn wir etwas machen, dann per­spektivisch, auch schon im Hinblick auf den Sommer.“

Lässt sich dies nicht realiseren, wird der Club wohl hoffen, dass Klose und Nilsson gesund bleiben. Neben Simons stünde aber auch noch Hanno Balitsch und Javier Pinola als interne Alternativen zur Verfügung.

Kommentare