Nach dem Abgang von Philipp Wollscheid, der im Sommer für geschätzte sieben Millionen Euro zu Bayer Leverkusen gewechselt ist und sich dort auf Anhieb unentbehrlich gemacht hat, glaubte der 1. FC Nürnberg mit Marcos Antonio einen guten Ersatz für den Innenverteidiger gefunden zu haben.

Doch der Brasilianer, der ablösefrei von Rapid Bukarest kam, verlor schon nach der 2:3-Blamage im DFB-Pokal beim TSV Havelse seinen Platz unter den ersten Elf und lieferte eine desaströse Vorstellung, als er Ende September gegen den VfB Stuttgart eine erneute Chance bekam. Nach zwei kapitalen Patzern in den ersten 15 Minuten, von denen einer zur Stuttgarter Führung führte, nahm Trainer Dieter Hecking Marcos Antonio vom Platz und setzte ihn seitdem nicht mehr ein.

Wie „Bild“ berichtet, wird der 29-Jährige nun in der kommenden Woche schon wieder die Freigabe für einen Wechsel erhalten, während der Club offenbar schon einen Nachfolger an der Angel hat. Zwar wollte Manager Martin Bader entsprechende Gerüchte nicht kommentieren, doch soll Alexander Madlung vom VfL Wolfsburg unmittelbar vor einem Wechsel nach Nürnberg stehen. Der 30 Jahre alte Verteidiger spielt bei den Wölfen keine Rolle mehr und darf den Verein in der Winterpause für eine Ablöse im niedrigen sechsstelligen Bereich verlassen. Gut möglich, dass der 1,93 Meter große Innenverteidiger künftig in Nürnbergs Defensive abräumt.

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