Nach dem Abgang von Philipp Wollscheid, dessen Wechsel zu Bayer Leverkusen schon Monate zuvor feststand, waren sich die Verantwortlichen des 1. FC Nürnberg sicher, mit Marcos Antonio einen starken Ersatz gefunden zu haben, mit dem die Innenverteidigung des Club weiterhin sehr stabil sein sollte.

Doch schon nach der Pleite in der erste Runde des DFB-Pokals beim TSV Havelse entschloss sich Trainer Dieter Hecking, den 29 Jahre alten Brasilianer, der ablösefrei von Rapid Bukarest geholt wurde, aus der Mannschaft zu nehmen und bis Ende September erhielt Marcos Antonio dann auch keine neue Bewährungschance.

Dann aber kehrte Marcos Antonio gegen den VfB Stuttgart in die Startelf zurück, musste aber schon nach 15 Minuten nach zwei kapitalen Fehlern, von denen Vedad Ibisevic einen zu einem Tor für die Schwaben verwerten konnte, wieder vom Platz. Seitdem fehlt der Abwehrrecker im Aufgebot des Clubs und hat aller Voraussicht nach auch keine Zukunft mehr in Nürnberg.

Dies wird klar, wenn man die Aussagen von Sportvorstand Martin Bader im „Kicker“ vernimmt: „Er kann nicht zufrieden sein, hat aber noch vier bis sechs Wochen Zeit, im Training zu zeigen, dass es funktioniert. Wenn nicht, macht es für beide Seiten wenig Sinn.“

Es deutet sich also an, dass Marcos Antonio seine Zelte in Nürnberg schon im Dezember wieder abbrechen wird. Vorausgesetzt natürlich, dass sich ein Abnehmer für den bis 2014 gebundenen Abwehrspieler findet.

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