Mit seinen beiden Treffern beim 3:0 gegen den Hamburger SV setzte sich Stefan Kießling zum Ende der Vorrunde an die Spitze der Torjägerliste der Bundesliga. Dennoch plant Bayer Leverkusen offenbar, im Winter einen weiteren Angreifer zu verpflichten, was allerdings keineswegs an den starken Leistungen Kießlings liegt, sondern vielmehr daran, dass es zum Torjäger keine gleichwertige Alternative gibt.

Weil der im Sommer geholte Chilene Junior Fernandes nach wie vor Probleme mit der Umstellung auf den deutschen Fußball hat und die Erwartungen noch nicht erfüllen konnte, wäre es angesichts der Doppelbelastung mit Bundesliga und Europa League ein großes Risiko, nur auf Kießling und den noch nicht überzeugenden Südamerikaner zu setzen.

Dieses Risiko wollen die Bayer-Verantwortlichen offenbar vermeiden und stehen deshalb kurz vor der Verpflichtung des polnischen Stürmers Arkadiusz Milik. Wie Gornik Zabrze, wo der 18-Jährige noch einen Vertrag bis 2016 besitzt, mitteilte, reiste Milik nach Deutschland, um bei einem Bundesligisten die sportmedizinische Untersuchung zu absolvieren. Dass es sich dabei um Leverkusen handelt, gilt als sicher. So soll Bayer laut polnischen Medienberichten für Milik, der in vier Länderspielen ein Tor erzielt hat, bereits eine Offerte über zwei Millionen Euro abgegeben haben.

Zabrze verlangt derweil eine Million Euro mehr, was für Leverkusen letztlich aber kein Hindernis sein sollte, sodass das größte polnische Stürmertalent seit Robert Lewandowski wohl schon in der Rückrunde für Bayer auf Torejagd gehen wird.

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