Als Real Madrid Daniel Carvajal im vergangenen Sommer zu Bayer Leverkusen ziehen ließ, wollten die Königlichen den nur in der zweiten Mannschaft eingesetzten Rechtsverteidiger nicht ganz verlieren und sicherten sich deshalb ein Rückkaufrecht, das bis zum Ende von Carvajals Vertrag im Juni 2017 Gültigkeit besitzt.

Real kann demnach jedes Jahr für eine festgelegte Ablöse, die im Sommer 2013 bei acht Millionen Euro liegen soll, von seiner Option Gebrauch machen und den für fünf Millionen Euro nach Leverkusen verkauften offensivstarken Außenverteidiger zurückholen. Und laut einem Bericht der spanischen Zeitung „El Confidencial“ sollen die Madrilenen nun bereits die Entscheidung getroffen haben, den 20-Jährigen zur kommenden Saison wieder im Kader haben zu wollen.

Nach 15 überwiegend überzeugenden Auftritten in der Bundesliga mit einem Tor und fünf Vorlagen sowie guten Auftritten auch im DFB-Pokal und in der Europa League verwundert es nicht wirklich, dass Real Madrid den U21-Nationalspieler zurückholen möchte, zumal die Königlichen mit Álvaro Arbeloa nur einen gelernten Rechtsverteidiger im Kader haben und stets Sergio Ramos von der Innenverteidigung nach rechts rücken muss, wenn Arbeloa verletzt oder gesperrt ausfällt.

Für Bayer Leverkusen würde der Abgang Carvajals zweifellos eine Schwächung darstellen, doch waren sich die Verantwortlichen des Werksklubs stets über das Risiko, den Rechtsverteidiger schnell wieder verlieren zu können, im Klaren. Immerhin hat Bayer nun Zeit, sich ein halbes Jahr lang nach einer Alternative umzusehen.

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