Monatelang galt das Duo Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski auf der Bank von Bayer Leverkusen als perfekte Lösung. Nachdem die beiden die unter Vorgänger Robin Dutt kriselnde Bayer-Elf noch in die Europa League geführt hatten und auch eine sehr beachtliche Hinrunde hinlegten, war unter dem Bayer-Kreuz alles eitel Sonnenschein.

Doch weil es bei Leverkusen nach der Winterpause nicht mehr wirklich rund läuft, kommen nun auch zwischen den beiden Trainer erste Misstöne auf. So überraschte Lewandowski nach der 0:1-Niederlage am vergangenen Samstag beim 1. FSV Mainz 05 im ZDF mit einer bezüglich des praktizierten Modells sehr deutlichen Aussage: „Es ist schon schwierig, das Tag für Tag zu leben. Kurzfristig ist es sicherlich eine sehr gute Entscheidung. Mittel- und langfristig macht es bestimmte Sachen auch schwieriger.“

In „Bild“ bestätigte Hyypiä die Aussagen seines Kollegen und ließ zwischen den Zeilen durchblicken, Bayer gerne ohne Lewandowski trainieren zu wollen. „Vielleicht werde ich es hier irgendwann alleine machen. Dass die aktuelle Konstellation nicht einfach für uns beide ist, habe ich ja schon mehrfach gesagt. Zurzeit muss ich alles erst mit Sascha absprechen. Wenn ich das dann nicht mehr müsste, würde das natürlich einiges leichter machen. Dann könnte ich die Entscheidungen alleine treffen.“

Das Problem ist allerdings, dass Hyypiä anders als Lewandowski nicht über die von der DFL verlangte Fußball-Lehrer-Lizenz verfügte und Bayer somit nicht alleine trainieren dürfte. Weil der Finne aber den Erwerb der Lizenz plant, könnte dies über kurz oder lang zur Trennung der Zweckgemeinschaft Hyypiä und Lewandowski führen.

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