Obwohl Bayer Leverkusen eine sehr gute Saison gespielt und sich durch Stefan Kießling zum Abschluss mit der Torjägerkanone zumindest noch einen kleinen Titel gesichert hat, ist das sportliche Abschneiden durch das Transfertheater um Andre Schürrle etwas in den Hintergrund gerückt.

Der Nationalspieler hat am Wochenende nun erstmals und unmissverständlich in der Öffentlichkeit klar gemacht, Leverkusen im Sommer verlassen und zum FC Chelsea wechseln zu wollen. Dass sich Schürrle, dem schon vor einem Jahr der Wechsel in die Premier League verweigert wurde, nun noch einmal brav fügen und nicht für Ärger sorgen würde, ist nicht anzunehmen, zumal die Bayer-Verantwortlichen im vergangenen Sommer die Zusage gegeben haben sollen, bei der nächsten Offerte gehen zu können.

Aktuell knüpfen Sportchef Rudi Völler und Co. die Freigabe für Schürrle aber noch an einen starken Ersatz, der indes noch nicht gefunden ist und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht Kevin de Bruyne heißen wird, den Chelsea nun zunächst einmal zurückholen möchte. Ein Kandidat ist nun aber offenbar Heung-Min Son vom Hamburger SV, auch wenn dessen Berater Thies Bliemeister im „Express“ eine konkrete Anfrage aus Leverkusen noch dementiert: „Natürlich ist Bayer 04 ein interessanter und top-geführter Verein, das könnte passen.Wir werden aber erst mal mit dem HSV sprechen.“

Unterdessen ist der Wechsel von Hajime Hosogai zu Hertha BSC perfekt. Der Japaner, der in Leverkusen nicht über eine Nebenrolle hinausgekommen ist, spült rund eine Million in die Bayer-Kasse, die von der Hertha in Raten bezahlt werden. Zudem wäre Bayer an einem eventuellen Weiterverkauf Hosogais beteiligt.

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