In der Winterpause verpflichtete Bayer Leverkusen für immerhin knapp drei Millionen Euro den Polen Arkadiusz Milik, um im Kader endlich eine Alternative zu Stefan Kießling auf der Mittelstürmerposition zu haben. Der 19 Jahre alte Angreifer konnte die Vorschusslorbeeren indes noch nicht bestätigen und ist aktuell keine Alternative.

Zum Saisonauftakt gegen den SC Freiburg fehlte Milik noch wegen Leistenproblemen im Kader, doch auch eine Woche später verzichteten Trainer Sami Hyypiä auf den sechsmaligen Nationalspieler Polens, dessen Durchbruch allem Anschein nach noch etwas auf sich warten lässt.

Weil Leverkusen aber in Anbetracht der bald beginnenden Dreifachbelastung mit der Champions League auch zum gesetzten Kießling eine starke Alternative benötigt, halten die Bayer-Verantwortlichen in diesen Tagen intensiv Ausschau nach einem Stürmer, der Gerüchten zufolge schon gefunden sein könnte. So kursiert rund um die BayArena in den vergangenen Tagen verstärkt der Name Kevin Kuranyi. Der deutsche Ex-Nationalspieler, der seit 2010 für Dynamo Moskau spielt, wäre zweifelsohne eine hochkarätige Lösung, die aber zu der Bayer-Strategie, alle Positionen doppelt gut besetzen zu wollen, passen würde.

Ob der 31-Jährige aus seinem noch bis Juni 2015 laufenden Vertrag loszueisen wäre, ist aber ebenso fraglich wie Kuranyis Bereitschaft zur Rückkehr in die Bundesliga, die vermutlich mit Gehaltseinbußen verbunden wäre. Bayer-Coach Hyypiä betonte gegenüber dem „Kölner Stadtanzeiger“ indes, nichts von Bemühungen um Kuranyi zu wissen: „Ich weiß davon nichts. Und ich hoffe, die sportliche Leitung würde mich informieren, wenn solch eine Verpflichtung ansteht.“

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