Bayer Leverkusen mit Respekt vor Heidenheim

Rotation trotzdem möglich

Peter Bosz von Bayer Leverkusen

Peter Bosz nimmt seine Elf nach dem Sieg über Bayern in die Pflicht. ©Imago/deFodi

Nach dem Sieg über Bayern München am Wochenende war die Freude bei Bayer Leverkusen groß. Doch viel Zeit zum Genißen gibt es nicht, denn bereits am morgigen Dienstag geht es für die „Werkself“ im Pokal mit der Partie gegen den FC Heidenheim weiter. Hier will Bayer-Coach Peter Bosz sich von der Euphorie keinen Strich durch die Rechnung machen lassen und warnt vor dem Zweitligisten.

„Sie sind zwar ‚nur‘ ein Zweitligist, aber sie machen das gut, stehen oben in der Tabelle. Wir haben das Spiel gegen Kiel selbst beobachtet und sehen können, dass es nicht einfach wird. Sie haben eine klare, deutliche Spielweise,“ lobt der Niederländer die Arbeit von Kollege Frank Schmidt.

Chance für Reservisten?

Dennoch sind die Prioritäten bei Bayer klar verteilt, denn die Möglichkeit im Pokal gegenüber der wichtigeren Bundesliga Kräfte zu schonen, dürfte Bosz nicht nur auf Grund der Verletzung von Kai Havertz (Hüfte) und Lars Bender (Muskelfaserriss) wahrnehmen. „Die Möglichkeit dazu ist durchaus da. Aber das Pokalspiel ist sehr wichtig für uns – wir werden versuchen die Spieler aufzustellen, von denen wir denken, dass wir damit gewinnen können,“ lässt der 55-Jährige die Absicht zur Rotation erkennen.

Optionen hätte Bayer genug. So könnten die am Samstag eingewechselten Lucas Alario und Julian Baumgartlinger beginnen. Auch Tin Jedvaj, Dominik Kohr oder Aleksandar Dragovic, die allesamt im neuen Jahr noch ohne Einsatz sind, können auf Spielzeit hoffen. 

Nicht nur das Personal, auch die Spielweise dürfte gegen den Tabellenfünften (stand Sonntag) der zweiten Liga einem ernsthaften Test unterzogen werden. Eines der negativen Dinge, die Peter Bosz trotz der zuletzt erfolgreichen Spiele seiner Elf monierte, sind nämlich die einfachen Ballverluste. Da in Heidenheim davon auszugehen ist, dass Leverkusen die meisten Spielanteile haben wird, sind Ballverluste und anschließendes Umschalten des FCH die größte Gefahr für den Erstligisten – abgesehen von den Standardsituationen durch Marc Schnatterer.