Bayer Leverkusen: Sonderlob für Wendell

Verteidiger mit starkem Saisonstart

Wendell gegen Hoffenheim.

Im Sommer noch Streichkandidat, ist Wendell mittlerweile in Leverkusen unverzichtbar. ©imago images/Eibner

Im Sommer galt Wendell noch als ein Verkaufskandidat bei Bayer Leverkusen. Der Linksverteidiger überzeugte zwar zumeist offensiv, ließ aber seine defensiven Aufgaben regelmäßig schleifen. Mit der Verpflichtung von Daley Sinkgraven, den Trainer Peter Bosz aus gemeinsamen Tagen bei Ajax Amsterdam bestens kannte, schien den Weg für einen Abgang des Brasilianers freizumachen.

Doch statt eines Abschieds nach fünf Jahren unter dem Bayer-Kreuz läuft Wendell auch weiterhin für die Werkself auf, gehörte in allen vier Pflichtspielen der Saison der Startelf an und verpasste noch keine Minute. Neben zwei Torvorlagen überzeugt der 26-Jährige mittlerweile auch im defensiven Teil des Anforderungsprofils an einen Verteidiger.

Es ist bei Bayer möglich, Nationalspieler zu werden. (Peter Bosz)

„Ich erwarte das nicht nur über drei Spiele, sondern über eine längere Strecke. Wenn er konzentriert ist, dann hat er Qualität“, lobt ihn Bosz gegenüber der Bild für die positive Entwicklung. Dadurch rückt auch das von Wendell formulierte Ziel näher, erneut zur brasilianischen Nationalmannschaft eingeladen zu werden.

Für diese wurde der Linksfuß im Oktober 2016 zu den WM-Qualifikationsspielen gegen Bolivien und Venezuela eingeladen, blieb dabei aber ohne Einsatz. „Man sieht es bei Lucas Alario, der kein Stammspieler ist, dass er für Argentinien eingeladen wurde. Es ist bei Bayer möglich, Nationalspieler zu werden. Warum nicht auch für Brasilien? Meine Antwort ist ja“, traut ihm Bosz das auch zu.

Voraussetzung dafür, auf dem Zettel von Nationaltrainer Tite aufzutauchen, sind weiterhin konstante Leistungen für Leverkusen. Die nächste Chance hierfür bietet sich Wendell bereits am kommenden Samstag, wenn die Werkself auswärts bei Borussia Dortmund gefordert sein wird.