Stolze 7,5 Millionen Euro bezahlte Bayer Leverkusen im vergangenen Winter für Bernd Leno, der zu diesem Zeitpunkt gerade einmal eine Halbserie in der Bundesliga gespielt hatte. Weil der Torwart in diesen Monaten aber restlos überzeugen konnte, fiel es den Bayer-Verantwortlichen nicht schwer, diese Ablöse an den VfB Stuttgart zu überweisen, der somit zumindest finanziell von seiner herausragenden Nachwuchsarbeit profitierte ohne dass Leno je bei den Profis der Schwaben im Tor stand.

In Leverkusen unterschrieb Leno sogleich einen Vertrag bis 2017 und wird auf Jahre hinaus als Stammkeeper fest eingeplant, weshalb man auch Rene Adler ablösefrei zum Hamburger SV ziehen ließ und gar keinen richigen Versuch unternahm, den ehemaligen Nationalkeeper länger zu binden.

Aus diesem Grund ist nun auch alles andere als wahrscheinlich, dass das in russischen Medien kolportierte Interesse von Zenit St. Petersburg an Leno in Leverkusen auf fruchtbaren Boden stoßen wird. Der russische Spitzenklub, der immerhin mit der Teilnahme an der Champions League locken könnte, soll sich Leno als Nachfolger des mittlerweile 33 Jahre alten Vyacheslav Malafeev ausgeguckt haben und hätte sicherlich auch die finanziellen Mittel, um eine Ablöse deutlich im zweistelligen Millionenbereich zu bezahlen.

Doch zum einen dürfte Leno schon allein mit Blick auf seine Perspektive in der Nationalelf in der Bundesliga bleiben wollen und zum anderen ist wohl nahezu ausgeschlossen, dass Bayer seine Nummer eins ohne Not ziehen lässt.

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