Als überragender Spieler der Bundesliga-Saison 2010/11 wechselte Nuri Sahin mit der Hoffnung auf den Durchbruch zum Weltstar vor nunmehr eineinhalb Jahren von Borussia Dortmund zu Real Madrid. Nach einem völlig verkorksten Jahr bei den Königlichen, das geprägt war von vielen Verletzungen, zog Sahin im Sommer 2012 auf Leihbasis zum FC Liverpool weiter, wo er an seine alte Form anknüpfen wollte.

Doch nachdem der 24 Jahre alte Deutsch-Türke bei den Reds anfangs noch zur Stammbesetzung gehörte, wartet Sahin bereits seit Mitte November auf seinen nächsten Einsatz, obwohl er fit wäre. Nach überschaubaren Leistungen hat man auch in Liverpool vorerst den Glauben an den technisch beschlagenen, aber nicht übermäßig schnellen Mittelfeldspieler verloren, der damit mehr denn je am Scheideweg seiner Karriere steht.

Im Nachhinein betrachtet war es sicherlich ein Fehler Sahins, Dortmund nach der ersten Meisterschaft zu verlassen. Ein Fehler, der aber womöglich korrigiert werden könnte, wie BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Gespräch mit der „Sport Bild“ andeutete: „Ich habe ihm gesagt: Wenn er zu mir kommt und sagt, er will nichts anderes, als in Dortmund zu spielen, dann beschäftigen wir uns mit dem Thema. Aber es muss realisierbar sein.“

Weil Sahin wohl weder in Madrid noch in Liverpool eine Zukunft hat, könnte der von Watzke genannte Moment relativ nahe liegen, zumal BVB-Kapitän Sebastian Kehl auf Sahins Position im defensiven Mittelfeld nicht jünger wird.

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