Borussia Mönchengladbach treibt seine Planungen über die laufende Saison hinaus voran und hat dabei mit einer überraschenden Personalie für Aufsehen gesorgt. Wie bekannt wurde, hat der Verein sein Angebot an Mike Hanke, den auslaufenden Vertrag zu verlängern zurückgezogen, obwohl dieser mit den offerierten Konditionen einverstanden war und sehr gerne geblieben wäre.

Der 29 Jahre alte Angreifer, der schon bei Hertha BSC und beim Hamburger SV als Neuzugang gehandelt wird, war von dieser Entscheidung sichtlich getroffen: „Ich bin richtig enttäuscht vom Verein. Ich hatte Ehrlichkeit er­hofft. Das war nicht der Fall. Es wird schwer, wieder etwas aufzubauen.“

Sportdirektor Max Eberl sprach derweil von einer „schwierigen“ Entscheidung, während Trainer Lucien Favre ausschließlich sportliche Gründe anführte. Eines der ausschlaggebenden Argumente gegen Hanke dürfte dessen mangelnde Schnelligkeit sein. Weil mit Patrick Herrmann generell nur ein schneller Offensivmann in der Stammelf steht und ansonsten nur Peniel Mlapa über eine hohe Grundschnelligkeit verfügt, wird die Borussia wohl bei Sommereinkäufen besonderen Wert auf diese Qualität legen.

Neben Hanke hat wohl auch Alexander Ring keine Zukunft im Borussia-Park. Wie der Verein mitteilte, wird darauf verzichtet die Kaufoption beim bislang von HJK Helsinki nur ausgeliehenen Finnen zu ziehen. Möglich ist zwar, Gladbach dennoch Verhandlungen mit Helsinki aufnimmt, würde Ring aber wohl nur dann verpflichten, wenn der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler für deutlich weniger als die eine Million Euro, die die Kaufoption vorsieht, zu haben wäre.

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