Der 1:0-Erfolg am vergangenen Sonntag bei Bayer Leverkusen war für Eintracht Frankfurt von enormer Bedeutung. Dank dieses nicht unbedingt zu erwartenden Dreiers konnte sich die Eintracht zumindest drei Punkte vom SC Freiburg auf dem Relegationsplatz distanzieren und hofft nun am Freitag gegen den FC Augsburg den ersten Heimsieg der Saison nachlegen zu können, womit Weihnachten zumindest noch halbwegs entspannt gefeiert werden könnte.

In der Winterpause werden sich die Verantwortlichen um Trainer Armin Veh und Sportdirektor Bruno Hübner dann sicherlich zusammensetzen und auch mit Blick auf schon sichere Einnahmen aus der Europa League und dem DFB-Pokal in Höhe von mehr als zehn Millionen Euro über Neuzugänge sprechen.


Wie aus der Türkei verlautet, könnte dabei der Argentinier Gustavo Colman von Trabzonspor zum Thema werden, den Scouts aus Frankfurt offenbar am kommenden Wochenendeim Spiel gegen Galatasaray Istanbul unter die Lupe nehmen wollen. Der 28-Jährige, der im zentralen Mittelfeld defensiv wie offensiv eingesetzt werden kann, wurde in den vergangenen Monaten zwar immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen, gilt aber als einer der herausragenden Spieler der türkischen Süper Lig, was er freilich in der laufenden Saison bei erst drei Einsätzen über 90 Minuten noch nicht unter Beweis stellen konnte.

Nach fünfeinhalb Jahren bei Trabzonspor könnte es für Colman, dessen Vertrag noch bis 2016 läuft, nun die vielleicht letzte Chance sein, noch einmal in eine europäische Top-Liga zu wechseln. Weil Trabzonspor unter Verweis auf das gültige Arbeitspapier sicherlich auf eine Ablöse pochen wird, die sich kaum unter drei Millionen Euro bewegen wird, wäre die Verpflichtung für Frankfurt in Anbetracht der jüngsten Muskelprobleme des 1,75 Meter großen Rechtsfußes fraglos ein Risiko. Und wer die Frankfurter Verantwortlichen kennt, weiß, dass man derlei Risiken nur dann eingeht, wenn man von einem Spieler in vollem Umfang überzeugt ist. Ob dies bei Colman der Fall ist, scheint zweifelhaft.

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