Auch wenn das 0:0 gegen den 1. FC Nürnberg auf den ersten Blick eine kleine Enttäuschung darstellte, hat Eintracht Frankfurt mit dem einen Punkt den überraschenden vierten Platz dennoch weiter gefestigt und seinen Vorsprung von sechs Punkten auf Rang fünf gewahrt.

Obwohl nach menschlichem Ermessen der Klassenerhalt bereits geschafft ist, fehlen nach wie vor noch drei Zähler bis zu den ominösen 40 Punkten. Und erst ab diesem Zeitpunkt ist Trainer Armin Veh dazu bereit, über seine persönliche Zukunft und seinen am Ende der Saison auslaufenden Vertrag zu sprechen. Während klar ist, dass die Eintracht den Erfolgscoach unbedingt halten möchte, ist dessen Haltung fraglich.

So kursieren seit langem Spekulationen über ein Interesse des FC Schalke 04, der nach aktuellem Stand kaum mit Jens Keller in die neue Saison gehen wird, an Veh, was dieser aber stets unkommentiert ließ. Und in der Tat dürfte Frankfurt Vehs erster Ansprechpartner sein, doch sollten in den Gesprächen Punkte auf den Tisch kommen, mit denen der als unbequem geltende Fußball-Lehrer nicht einverstanden ist, scheint nicht ausgeschlossen, dass er seine Zelte am Main abbricht.

Ausschalggebend könnte die Zukunft der beiden umworbenen Jungstars Sebastian Jung und Sebastian Rode sein, die die Eintracht beide gerne langfristig halten möchte. Gelingt dies nicht und macht etwa Jung schon für den kommenden Sommer von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch, dürfte Veh sehr gut überlegen, ob er bleibt. Zumindest wäre dann fraglich, ob die Eintracht den eingeschlagenen Erfolgsweg dauerhaft beibehalten kann.

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