Mit fünf Punkten aus den ersten drei Spielen nach dem Winter hat der FC Augsburg bei seinen Fans die Hoffnung auf den Klassenerhalt genährt. Vor der Partie am Sonntag gegen den 1. FSV Mainz 05 ist die Situation aufgrund der ebenfalls punktenden Konkurrenz im Tabellenkeller aber nach wie vor angespannt, weshalb Trainer Markus Weinzierl bei der Nominierung seines Kaders keine Kompromisse eingeht und nur auf Spieler setzt, deren Einstellung keinen Anlass für Zweifel bietet.

So wurden Innenverteidiger Gibril Sankoh und Angreifer Stephan Hain, die vor zwei Jahren großen Anteil am erstmaligen Bundesliga-Aufstieg des FCA hatten, zuletzt nicht mehr berücksichtigt, nachdem beide erklärt hatten, ihre auslaufenden Verträge nicht verlängern und den Verein im Sommer verlassen zu wollen.

Trainer Weinzierl machte im „Kicker“ jedenfalls keinen Hehl daraus, dass diese Ankündigungen bei seinen Entscheidungen eine Rolle spielen: „In erster Linie ist das eine sportliche Entscheidung, ich stelle die besten 18 auf. Aber klar, man hört nicht gerne, wenn jemand so früh sagt, dass er geht.“

Zumindest bei Sankoh hat sich das Problem nun erübrigt, da der Niederländer mit sofortiger Wirkung nach China wechselt und Augsburg sogar noch eine kleine Ablöse einbringen dürfte. Hain dagegen wird bis zum Saisonende weiter kämpfen, muss sich aber womöglich mit seiner Ausmusterung anfreunden. Zumindest wenn die anderen Offensivkräfte wie Sascha Mölders so spielen wie zuletzt, dürfte der 24-Jährige kaum mehr Chancen haben.

Kommentare