Mit dem österreichischen Schlussmann Alexander Manninger, der verletzungsbedingt den Start in die neue Saison verpasst, hat der FC Augsburg im vergangenen Jahr sehr gute Erfahrungen gemacht. Möglich, dass es deshalb kein Zufall ist, dass mit dem vom VfB Stuttgart ausgeliehenen Raphael Holzhauser schon ein Landsmann Manningers verpflichtet wurde und sich nach Informationen der „Kronen Zeitung“ mit Paul Scharner noch ein weiterer Österreicher im Fokus befindet.

Offiziell bestätigt ist das Augsburger Interesse an Scharner zwar nicht, doch ist es auch kein Geheimnis, dass der 33 Jahre alte Innenverteidiger trotz Vertrages bis 2014 beim Hamburger SV keine Perspektiven mehr hat. Vielmehr haben die HSV-Verantwortlichen Scharner einen Vereinswechsel nahe gelegt und öffentlich erklärt, dass der Routinier ebenso wie die gleichfalls ausgemusterten Michael Mancienne und Slobodan Rajkovic keine Chance mehr auf Einsätze habe.

Scharner äußerte sich bislang zwar nicht konkret, doch galt bislang als nicht unwahrscheinlich, dass der 40-fache Nationalspieler Österreichs seinen Vertrag absitzen wird. Sollte der FCA aber mit einer Offerte vorstellig werden, die finanziell für den 1,91 Meter großen Abwehrhünen keine allzu großen Abstriche gegenüber seinem Salär in Hamburg bedeuten würde, scheint ein Engagement Scharners in Augsburg durchaus möglich.

Nach dem Abgang von Sebastian Langkamp (Hertha BSC) verfügt Augsburgs Trainer Markus Weinzierl mit Ragnar Klavan, Jan-Ingwer Callsen-Bracker, Dominik Reinhardt und Youngster Maik Uhde lediglich über vier Innenverteidiger. Will Weinzierl bei Verletzungen oder Sperren nicht erneut in die Lage kommen, einen gelernten Mittelfeldspieler wie etwa Kevin Vogt nach hinten ziehen zu müssen, muss der FCA noch nachlegen.

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