FC Bayern: Hoeneß verteidigt Mannschaft und Trainer

Präsident wehrt sich gegen Kritiker

Thomas Müller neben Niko Kovac

Dauer-Thema in München: Thomas Müller (l.) fand sich zuletzt auf der Bank wider. ©Imago images/Sven Simon

Der schwächste Saisonstart seit neun Jahren, zwei Spiele in Folge nicht gewonnen und deswegen steht der FC Bayern nicht dort, wo er sich selbst stets erwartet: An der Tabellenspitze. Die Kritik vieler Experten ließ nicht lange auf sich warten – am heutigen Montag schlug dann Präsident Uli Hoeneß zurück.

Vor dem Abflug von Mannschaft und Verantwortlichen zum Champions-League-Spiel in Piräus sagte der 67-Jährige bei Sport1: „Wir sind einen Punkt hinter dem Ersten. Wollen Sie uns eine Krise einreden? Bis auf die Torausbeute bin ich mit allem zufrieden. Würden wir aus unseren Chancen mehr Tore machen, hättet ihr nichts mehr zu schreiben.“

Darf Müller gegen Piräus ran?

Die Intention hinter Hoeneß´ Worten ist klar: Die Mannschaft verteidigt hat er mit solchen Worten schon oft und damit auch das öffentliche Interesse ein Stück weit vom Team selbst gelenkt. Dieses muss am Dienstag in Griechenland bestehen – ohne Niklas Süle, der bekanntlich wegen eines Kreuzbandrisses ausfällt und laut Hoeneß deswegen sogar die EM im Sommer abhaken kann.

Als sicher scheint also der Einsatz von Jerome Boateng, gerade weil die gegen Augsburg nach Süles Verletzung mit Benjamin Pavard und Lucas Hernandez neu zusammengestellte Innenverteidigung nicht optimal funktionierte. Auch in der Offensive gäbe es Anlass für Änderungen – das Dauerthema Thomas Müller schwebt wie ein Damoklesschwert über der Säbener Straße.

Auch darüber hat Hoeneß eine klare Meinung und stärkt damit Trainer Niko Kovac den Rücken. „Vor Monaten hat man uns reingehetzt in teure Transfers. Dann kommt der Coutinho und dann heißt es: Warum spielt der Müller nicht? Es war doch klar, wenn der kommt, dass es für den Thomas schwierig wird.“

Gegen Piräus jedenfalls könnte Müller dann doch seine Einsatzzeiten von Beginn an bekommen, da gegen Augsburg auch Coutinho nicht zu überzeugen vermochte. Ein Sieg gegen Olympiakos wäre wohl das beste Argument für den FCB gegen die vermeintliche Krise.