Rund 800.000 Euro überwies der FC Bayern München im Sommer für Mitchell Weiser an den 1. FC Köln, obwohl der Sohn von Ex-Bundesliga-Profi Patrick Weiser gerade einen Einsatz über 16 Minuten in der Bundesliga vorweisen konnte.

In München reichte es für den 18-Jährigen indes nicht einmal dazu. Lediglich viermal gehörte Weiser dem 18er-Kader bei Bundesliga-Spielen an und nur im DFB-Pokal beim 4:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern durfte der technisch hochveranlagte Allrounder, der auf beiden Außenbahnen defensiv wie offensiv spielen kann, für zwölf Minuten ran.

Wirklich verwundern kann diese Bilanz Weisers, der immerhin in der zweiten Mannschaft bei neun Einsätzen in der Regionalliga Spielpraxis sammeln konnte, aber nicht. Auch Weiser selbst hat mit nichts anderem gerechnet, wie sein Berater Norbert Nasse gegenüber der „TZ“ erklärte: „Er hat von Beginn an gesagt, dass er sich darauf einstellen muss.“

Nichtsdestotrotz scheint der Junioren-Nationalspieler nun den FC Bayern vorübergehend wieder zu verlassen. Einige Vereine sollen laut Nasse jedenfalls schon vorgefühlt und wegen einer Ausleihe angefragt haben: „Es gibt Interessenten aus Deutschland, konkret sagen kann man aber nichts.“

Von Bayerns Sportdirektor hätte Weiser, dessen Vertrag in München bis 2015 läuft, jedenfalls das Okay für einen Wechsel auf Zeit: „Einzig bei Mitchell Weiser ist es eine Situation, wo wir sagen: Wenn alles passt, würden wir überlegen. Aber natürlich nur als Ausleihgeschäft. Er ist A-Jugendlicher, ein Zwischenschritt könnte ihm gut tun“, so Matthias Sammer in der „TZ“.

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