Dem FC Bayern München wird gerne vorgeworfen, Spieler nur zu verpflichten, um die Konkurrenz zu schwächen. Zuletzt wurde dieser Vorwurf nach dem Wechsel von Dante von Borussia Mönchengladbach zum deutschen Rekordmeister laut, doch hat der Brasilianer in der Zwischenzeit längst gezeigt, auch für den FC Bayern eine Verstärkung zu sein.

Anders als Dante hat sich Marco Reus vor einem knappen Jahr gegen eine Offerte aus München und für einen Wechsel zu Borussia Dortmund entschieden, wo der 23 Jahre alte Nationalspieler aus der Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp längst nicht mehr wegzudenken ist. Sieben Tore und drei Vorlagen in 15 Spielen der Bundesliga, der Champions League und im DFB-Pokal sind eine bemerkenswerte Bilanz, zumal Reus darüber hinaus vor allem auf internationaler Bühne wie in den Partien gegen Real Madrid und Manchester City zum Teil überragenden Leistungen zeigte.

Obwohl der gebürtige Dortmunder beim BVB bis 2017 gebunden ist und eine im Vertrag offenbar enthaltene Ausstiegsklausel erst am 2015 Gültigkeit besitzen dürfte, sind Offerten von Spitzenklubs aus Spanien und England für Reus zu erwarten, wohingegen man beim FC Bayern München sich nicht mit dem schnellen Offensivmann beschäftigt. In „Bild“ betonte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge, kein Interesse an Reus zu haben und sich generell nicht mit Spielern der Borussia zu beschäftigen, womit auch der eingangs erwähnte Vorwurf entkräftet wäre: „Wir sind in der Offensive perfekt besetzt. Außerdem bin ich kein Freund davon, Spieler nur zu kaufen, um die Konkurrenz zu schwächen. Wir werden keinen Spieler von Dortmund kaufen, nur um den BVB zu schwächen. Im Gegenteil: Dieser Zweikampf führt dazu, dass beide Teams noch besser werden.“

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