Vier Jahre ist es her, dass der Stern von Thomas Müller bei der WM 2010 in Südafrika endgültig aufging. Nach einer starken Saison im Trikot des FC Bayern München, der durch das gegen Inter Mailand verlorene Finale in der Champions League die Krönung versagt blieb, lief Müller als Neuling im DFB-Team zu großer Form auf und wurde mit fünf Toren gleich Torschützenkönig.

Wenig verwunderlich ist es deshalb und auch angesichts seiner Trefferquoten bei den Bayern, dass die meisten der großen Buchmacher Müller auch 2014 wieder bei ihren Spezialwetten auf den besten Torschützen unter den heißesten Kandidaten führen. Die unter Fussballwetten.tv aufgeführten Wettanbieter sehen zwar die absoluten Superstars wie Neymar, Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo ganz vorne, doch in der Gruppe dahinter findet sich neben Stars wie Romelu Lukaku, Sergio Aguero, Fred oder Karim Benzema auch schon Müller, obwohl der gebürtige Bayer auch in Brasilien in erster Linie auf der rechten Außenbahn wirbeln und nur im Notfall als „falsche Neun“ gebraucht werden dürfte.

Gut eine Woche vor dem Start der WM befasst sich Müller indes nicht nur mit den anstehenden Gruppenspielen gegen Portugal, Ghana und die USA, sondern auch mit seiner persönlichen Zukunft. Weil er in der abgelaufenen Saison unter Trainer Pep Guardiola öfter als ihm lieb war die Ersatzbank drücken musste, kündigte Müller im Interview mit dem „Stern“ an, das Gespräch mit der Vereinsführung suchen zu wollen: „Ich bin an einem Punkt angekommen, wo ich vor der neuen Saison wissen will, ob ich ein zentraler Bestandteil der künftigen Bayern-Elf bin. Und ob der Klub wirklich mit mir plant in den nächsten Jahren. Deshalb werde ich dieses Gespräch suchen.“

Zugleich machte der 48-fache Nationalspieler deutlich, mittlerweile gehobene Ansprüche zu haben und eine Reservistenrolle nicht mehr klaglos hinnehmen zu wollen: „Ich bin nicht mehr der Typ, der sagt: Gut, jetzt habe ich hier und da eine gute Rolle gespielt, trotzdem halte ich meine Klappe, und jeder kann mit mir machen, was er will.“

Sollte am Ende der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass Müller den FC Bayern verlassen will, müsste sich der 24-Jährige um seine Zukunft keine Sorgen machen. Vor allem Manchester United, aber auch der FC Liverpool und der FC Arsenal würden den Offensiv-Allrounder mit Kusshand nehmen.

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