Fortuna Düsseldorf: Bormuth nutzt Chance

Abwehrmann steht bei Abstiegskandidaten auf dem Zettel

Robin Bormuth köpft in der Partie gegen Gladbach

Erledigte gegen Gladbach seinen Job gut: Robin Bormuth. ©Imago/Revierfoto

Fortuna Düsseldorf ist eine der positivsten Überraschungen der Saison, was der 3:1-Sieg gegen Europapokal-Aspirant Gladbach nochmal deutlich unterstrich. Um ihn zu verwalten, half diesmal auch Robin Bormuth mit.

Der 23-Jährige hatte in der Rückrunde bisher lediglich einen Kurzeinsatz gegen Hoffenheim, in der Hinrunde stand er noch sechsmal in der Startelf. Gegen Gladbach kam er nun für den verletzten Adam Bodzek in die Partie und durfte somit 30 Minuten Einsatzzeit sammeln.

Und die nutze Bormuth. Zwar legte er den Treffer zum 3:1 der Fohlenelf unglücklich vor, war aber ansonsten ein Stabilisator der Fortuna-Defensive. Der Auftritt bestätigte eine besondere Qualität des 23-Jährigen: Wenn er gebraucht wird, ist er zur Stelle, kann von null auf 100 seine Qualitäten abrufen.

Abschied im Sommer?

Diese blieben trotz zuletzt spärlicher Einsatzzeiten allerdings auch anderen nicht verborgen. Nach Liga-Eins.de-Informationen beschäftigen sich Hannover 96 sowie der 1. FC Nürnberg, beide nur noch mit geringen Chancen auf den Klassenerhalt ausgestattet, mit Bormuth. Im Falle eines Abstiegs könnte der gebürtige Groß-Rohrheimer dort in der Abwehr vorangehen.

43-Zweiliga-Einsätze sammelte Bormuth immerhin schon für Düsseldorf, hatte maßgeblichen Anteil am Aufstieg in der vergangenen Saison. In der Bundesliga sind seine Einsatzzeiten rarer gesät, da Funkel auf das Innenverteidiger-Duo Kaan Ayhan und Marcin Kaminski baut, was zuletzt gut funktionierte.

Heft des Handelns bei Fortuna

Mit Bormuth einen Innenverteidiger in der Hand zu haben, der fast auf Knopfdruck liefern kann, ist für die Fortuna eine komfortable Situation, zumal sich der Abwehrmann voll mit den Düsseldorfern identifiziert. Auf lange Sicht bringen Bormuth selbst allerdings nur regelmäßige Einsätze weiter, die er sich wohl woanders holen müsste.

Aus Fortuna-Sicht gibt es jetzt allerdings nichts weiter zu überstürzen, denn der Traditionsverein hat alle Stränge bei Bormuth in der Hand: Sein Vertag läuft erst 2020 aus. Und der Verteidiger selbst kann sich vielleicht schon im nächsten Spiel gegen Hertha erneut beweisen – mit seinem Auftritt gegen Gladbach hat er sich jedenfalls für mehr Einsatzzeit empfohlen.