Die Verpflichtung von Andriy Voronin wird aller Voraussicht nach als teures Missverständnis oder sogar als Millionen-Flop in die Geschichte von Fortuna Düsseldorf eingehen. Während der von Dynamo Moskau für ein Jahr ausgeliehene Angreifer bei neun Einsätzen die ihm zugedachte Führungsrolle bislang nicht erfüllen konnte und lediglich einen Torvorlage verbuchte, sorgt Voronin abseits des Platzes für Aufregung.

Nachdem der mittlerweile 33 Jahre alte Ukrainer in der Nacht zum Mittwoch in einer Düsseldorfer Diskothek fotografiert wurde, obwohl er bei der Fortuna offiziell krankgeschrieben war, wurde Voronin von den Verantwortlichen zum Rapport gebeten und mit einer Abmahnung sowie einer Geldstrafe in Höhe von angeblich 20.000 Euro bedacht.

Weil Voronin am Freitagnachmittag während des Trainings den anwesenen Journalisten den Stinkefinger zeigte, deutet einiges darauf hin, dass der Angreifer seinen Rauswurf provozieren möchte, um im Winter vorzeitig nach Moskau zurückkehren zu können. Trainer Norbert Meier ist reichlich angefressen und hätte wohl nichts dagegen, seinen vermeintlichen Superstar wieder loszuwerden. Zumindest wollte sich Meier auf Nachfrage von „Bild“ nicht mehr zu seinem Stürmer äußern: „Das Voronin-Thema nervt mich. Ich habe mich mit anderen Dingen zu beschäftigen, nicht nur mit ihm. Soll er sich zu Hause in den Keller setzen und den Kanal voll hauen. Da sieht ihn keiner.“

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