Den bisherigen Eindrücken der Vorbereitung nach zu urteilen, drückt den Hamburger SV vor allem im Angriff der Schuh. Weder der in der vergangenen Saison in der Bundesliga immerhin zwölfmal erfolgreiche Artjoms Rudnevs noch der vom FC Basel verpflichtete Jaques Zoua konnten sich bislang als vorderste Spitze im 4-2-3-1 von Trainer Thorsten Fink in Szene setzen, sodass die Rufe nach einer hochkarätigen Verstärkung immer lautet werden.

Klar ist allerdings, dass der HSV keine größere Summe ausgeben kann, die ein Torjäger von Format kosten würde. Gehandelt wird zwar der kroatische Nationalspieler Nikica Jelavic vom FC Everton, doch würde dessen Verpflichtung wohl einen Betrag im mittleren einstelligen Millionenbereich kosten. Geld, dass der verschuldete HSV nicht hat, zumal mit Ausnahme von Marcus Berg noch keiner der ausgemusterten Profis von der Gehaltsliste gestrichen werden konnte.

Nun könnte sich aber eine Möglichkeit ergeben, wie Jelavic oder ein anderer Hochkaräter finanziert werden kann. Wie die britische „Daily Mail“ berichtet, hat Celtic Glasgow Interesse an Rudnevs und wäre wohl dazu bereit, für den in Hamburg nicht unumstrittenen Letten eine größere Ablösesumme zu bezahlen. Auf den ersten Blick würde Rudnevs Abgang zwar eine Lücke hinterlassen, doch weil der 25-Jährige wegen seiner manchmal hölzern wirkenden Spielweise nicht ganz zu Unrecht kritisch gesehen wird, böte sich auf diese Weise eine Möglichkeit, den Kader zu verstärken ohne ihn zu vergrößern und erneut ins finanzielle Risiko gehen zu müssen.

Bislang ist das Interesse des schottischen Meisters aber nicht konkret. Sollte Celtic aber in Hamburg vorstellig werden, wäre Sportdirektor Oliver Kreuzer vermutlich durchaus gesprächsbereit.

Kommentare