Die Bemühungen des Hamburger SV, seinen zu großen und zugleich zu teuren Kader deutlich zu reduzieren und eine Reihe von ausgemusterten Spielern an den Mann zu bringen, waren in den vergangenen Wochen kaum von Erfolg gekrönt. Zwar hat Zehn-Millionen-Flop Marcus Berg den Verein in Richtung Panathinaikos Athen verlassen, doch alle anderen Akteure, die nicht mehr benötigt werden, beziehen ihr Gehalt nach wie vor vom HSV.

Das gilt sowohl für die Innenverteidiger Michael Mancienne, Slobodan Rajkovic und Paul Scharner als auch für die Mittelfeldspieler Robert Tesche und Gojko Kacar, wobei sich bei letzterem möglicherweise eine Lösung anbahnt. Nachdem Rubin Kasan nach längeren Überlegungen und der Beobachtung des Serben im Training der U23 Abstand von einer Verpflichtung genommen hat, liegt dem HSV nun offenbar ein Angebot vom Tom Tomsk, einem weiteren russischen Erstligisten vor. Denkbar, dass Kacar sich schon über das Wochenende aus Hamburg verabschiedet, zumal in Russland nicht ausgeschlossen scheint, dass der 26-Jährige sein kolportiertes Gehalt in Höhe von 1,8 Millionen Euro unverändert weiter erhält.

Unterdessen hat der HSV das Thema Dennis Diekmeier noch nicht abgehakt. Nachdem der Rechtsverteidiger ein Angebot zur Vertragsverlängerung über den 30. Juni 2014 hinaus abgelehnt hat, glaubt Sportdirektor Oliver Kreuzer weiter an eine Einigung: „Wir sind weiterhin sehr interessiert. Wir wollen kurzfristig noch ein weiteres Gespräch führen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden“, so Kreuzer in „Bild“.

Die Konkurrenz schläft allerdings nicht und hat den nach aktuellem Stand in einem Jahr ablösefreien Außenverteidiger längst auf dem Zettel. Neben einem Klub aus der englischen Premier League soll vor allem der FC Schalke 04 Interesse an Diekmeier haben. Nachdem die Köbigsblauen schon in diesem Sommer vergeblich nach einem Rechtsverteidiger Ausschau gehalten haben, sind diese Spekulationen zumindest nicht allzu weit hergeholt.

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