Zu Beginn der Saison schien der Hamburger SV ausgerechnet in der 50. Saison der Bundesliga direkt dem ersten Abstieg aus der Beletage des deutschen Fußballs entgegen zu steuern, ehe die Verantwortlichen reagierten und mit Rafael van der Vaart, Milan Badelj sowie Petr Jiracek für über 20 Millionen Euro noch einmal auf dem Transfermarkt nachbesserten, was sich in Anbetracht der Tabelle zweifelsohne gelohnt hat.

Finanziell indes bedeutete der Nachschlag eine enorme Belastung für den Bundesliga-Dino, der nun im Winter unbedingt seinen viel zu großen Kader reduzieren muss. So hat der Aufsichtsrat Sportdirektor Frank Arnesen laut „Bild“ damit beauftragt, im Winter den Etat durch Verkäufe von Spielern aus der zweiten Reihe um 6,4 Millionen Euro zu entlasten. Eine Aufgabe, die der Däne annimmt in dem Wissen, dass es nicht einfach werden wird, für die betreffenden Spieler einen neuen Arbeitgeber zu finden: „Das ist eine große Herausforderung. Wir haben im Sommer aber auch viel investiert.“

Im Einzelnen haben Torwart Jaroslav Drobny, Innenverteidiger Slobodan Rajkovic, die Mittelfeldspieler Per Skjelbred und Robert Tesche sowie Angreifer Marcus Berg keine große Zukunft mehr beim HSV, beziehen aber allesamt hohe Gehälter, die ein anderer Verein wohl nicht eins zu eins übernehmen würde, weshalb die Spieler bislang nicht wirklich Anstalten machten, sich um einen Wechsel zu bemühen. Gelingt es Arnesen, im Winter den einen oder anderen Akteur abzugeben, wäre dies zweifellos als Erfolg zu werten.

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