Die 53 Gegentore, die der Hamburger SV in der abgelaufenen Saison kassiert hat, sind zweifelsohne auf Dauer zu viel, um sich wieder unter den Top-Teams der Bundesliga zu etablieren. Deshalb legt der HSV bei seiner Suche nach Verstärkungen auch ein besonderes Augenmerk auf einen neuen Innenverteidiger, der künftig zusammen mit Ex-Kapitän Heiko Westermann ein Bollwerk im Abwehrzentrum bilden soll.

Nachdem weder Jeffrey Bruma noch Michael Mancienne und Slobodan Rajkovic dauerhaft überzeugen konnten, soll nun ein gestandener Innenverteidiger her, der seine Qualitäten schon auf hohem Niveau bewiesen hat. Als Handicap erweist sich dabei allerdings die Finanzlage des Bundesliga-Dinos, die hohe Ablöse unmöglich macht. Somit mussten die aus sportlicher Sicht ins Auge gefassten Timm Klose (1. FC Nürnberg) und Aleksandar Dragovic (FC Basel), die jeweils mindestens fünf Millionen Euro Ablöse kosten sollen, schon wieder von der Kandidatenliste gestrichen werden.

Auf dieser befindet sich derweil nach Informationen der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“ Alexander Madlung, dessen auslaufender Vertrag beim VfL Wolfsburg nicht verlängert wird. Der 30-Jährige bringt einiges an Erfahrung mit, konnte sich in Wolfsburg in den letzten Jahren aber nie einen Stammplatz sichern.

Ob dem auch vom 1. FC Nürnberg und Werder Bremen umworbenen Defensivmann dies ausgerechnet in Hamburg gelänge, ist offen. Sicher ist nur, dass der HSV mit Madlung einen extrem kopfballstarken Verteidiger bekäme, mit dem die Mannschaft Thorsten Fink im eigenen Strafraum wohl meist wieder die Lufthoheit inne hätte.

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