Nachdem sich die erste Aufregung nach der Bekanntgabe des Wechsels von Leven Öztunali vom Hamburger SV zu Bayer Leverkusen gelegt hat, sind vor allem die Verantwortlichen des Hamburger SV darum bemüht, die entstandenen Wogen zu glätten und insbesondere mit HSV-Idol Uwe Seeler, der als Großvater des 16 Jahre alten Mittelfeldspielers scharfe Kritik am Verein geübt hatte, Frieden zu schließen.

Via „Bild“ kündigte Vorstandsboss Carl E. Jarchow jedenfalls an, auf Seeler zugehen zu wollen: „Ich werde kurzfristig das Gespräch mit ihm suchen. Wir wollen das nicht im Raum stehen lassen. Ich hatte mit Uwe Seeler noch nie Streit und will auch weiterhin keinen Streit mit ihm haben.“

Daran, dass Öztunali der wie unlängst beim Hallenfußball in Hamburg sein riesiges Potential schon mehrfach bewiesen hat, nicht mehr für die U19 des HSV spielen wird, dürfte sich aber dennoch nichts ändern, wie Sportchef Frank Arnesen durchblicken ließ: „Es ist nicht richtig, dass Levin vom Spiel- und Trainingsbetrieb suspendiert wurde. Allerdings ist es gängige Praxis und Teil unserer Ausbildungsphilosophie, dass Spieler mit weiterlaufenden Verträgen vorrangig gefördert und eingesetzt werden.“

Der U17-Nationalspieler wird beim HSV folglich künftig nur noch bei seinen Altersgenossen in der U17 spielen und auch trainieren. Ein vorzeitiger Wechsel nach Leverkusen, wie er von beiden Vereinen angedacht war, kommt indes nicht zustande, da Öztunali nicht unter dem Schuljahr nach Leverkusen umziehen möchte.

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