Dass der Kader des Hamburger SV spätestens mit den erst Ende August getätigten Nachverpflichtungen von Petr Jiracek, Milan Badelj und Rafael van der Vaart deutlich zu groß und folglich deutlich zu teuer wurde, ist ebenso kein Geheimnis wie die Bemühungen des Bundesliga-Dinos, sich von dem einen oder anderen nicht mehr benötigten Profis zu trennen.

Galt neben Robert Tesche, Jaroslav Drobny und Slobodan Rajkovic, die nach wie vor zum Verkauf stehen, im Sommer vor allem der Norweger Per Skjelbred als Streichkandidat, hat der Mittelfeldmann mit seinen jüngsten ordentlichen Leistungen seine Position gestärkt und soll nun bleiben, wie Trainer Thorsten Fink im „Kicker“ erklärte: „Per ist ein Teamspieler, und durch den Systemwechsel passt er jetzt besser ins Team. Für mich gibt es keinen Grund, ihm zu sagen: Du musst gehen.“

Anders ist die Lage bei Jacopo Sala und dem lange verletzten Gojko Kacar, die im Mittelfeld kaum Perspektiven auf regelmäßige Einsätze haben und die Freigabe erhalten würden. Und auch hinter der Zukunft des erst vor gut einem Jahr für rund vier Millionen Euro vom 1. FC Kaiserslautern geholten Ivo Ilicevic steht ein Fragezeichen. Der Kroate konnte beim HSV auch aufgrund vieler Verletzungen sein Potential nie wirklich ausschöpfen und muss nun erkennen, dass es seine Optimalposition als Flügelspieler im neuen System mit Mittelfeldraute nicht mehr gibt. Gut möglich, dass Ilicevic zu den Kandidaten gehört, denen der HSV keine Steine in den Weg legen würde.

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