Die Bekanntgabe des Wechsels von Levin Öztunali zu Bayer Leverkusen sorgt rund um den Hamburger SV für reichlich Aufregung. Nachdem der 16 Jahre alte Mittelfeldspieler eine Offerte des HSV über einen neuen Dreijahresvertrag, der eine Integration ins Profitraining vorgesehen hätte, am Freitag von Bayer als Neuzugang für den Sommer angekündigt wurde, soll Sportchef Frank Arnesen mehr oder weniger deutlich verlauten haben lassen, dass der ausschlaggebende Grund für diesen Wechsel Geld gewesen sei.

Daraufhin meldete sich nun Klub-Ikone Uwe Seeler, der zugleich Großvater des deutschen U-17-Nationalspielers ist, zu Wort und attackierte seinen Verein am Rande des Spiels gegen Eintracht Frankfurt heftig: „Es ist armselig, was mit meinem Enkel passiert ist. Die ganze Sache hat nichts mit Geld zu tun. Ich kenne die Hintergründe. Beim HSV reagiert man oft viel zu spät. Ich stehe voll und ganz hinter Levins Entscheidung. Sie ist reiflich überlegt.“

Zugleich richtete sich Seeler sehr deutlich auch gegen Arnesen und dessen Vermutung, dass der Wechsel aus finanziellen Gründen erfolge: „Der Sportchef sollte sich gut überlegen, was er so von sich gibt.“

Arnesen war anschließend bei „Sky“ deutlich um eine Herausnahme der Brisanz bemüht: „Du kannst nicht alle Kämpfe gewinnen und den um Levin haben wir verloren. Wenn er nach Leverkusen gehen will, dann ist das seine Wahl. Ich bin nicht enttäuscht, weil wir ihm eine Perspektive geboten haben. Und es war seine Entscheidung. Wenn wir das nicht getan hätten, wäre ich enttäuscht gewesen.“

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