Der HSV hat turbulente Tage hinter sich. Vor einer Woche unterlagen die „Rothosen“ im DFB-Pokal trotz Überzahl mit 3:1 beim Drittligisten VfL Osnabrück und schieden damit bereits in der 1. Runde aus dem Wettbewerb aus. Kurz darauf zählte Geldgeber Kühne Teile der Mannschaft sowie Sportdirektor Jens Todt öffentlich an, womit er bereits vor dem Bundesliga-Start für enormen Druck auf die Mannschaft sorgte.

Diese zeigte gegen den FC Augsburg dann zwar keine Glanzleistung, konnte jedoch mit dem 1:0-Heimsieg den dringlich erhofften „Dreier“ zum Auftakt holen. Doch ein schnödes 1:0 zum Saisonauftakt scheint einfach nicht zu den Hamburger Chaos-Tagen zu passen. Und so setzte der Hamburger Torschütze Nicolai Müller nach seinem Führungstreffer zum Hubschrauber-Jubel an. Doch, so euphorisch der Abflug, so hart die Landung – Müller verdrehte sich beim Torjubel dermaßen das Knie, dass er nun mit einem Riss des vorderen Kreuzbandes für die gesamte Hinrunde ausfallen wird.

Holt der HSV einen Müller-Ersatz?

Dem HSV fehlt damit die wichtigste Offensivkraft. In 87 Pflichtspielen für den HSV erzielte Müller bislang 17 Tore und bereitete 16 weitere Treffer vor. In der vorigen Saison erzielte Müller fünf Treffer in der Bundesliga und war damit neben Bobby Wood erfolgreichster Torjäger der Hanseaten. Wood zeigte sich zum Saisonauftakt gegen Augsburg jedoch in extrem schwacher Form.

Fraglich, ob die Hamburger Verantwortlichen nun alle Hoffnung auf dem 24-jährigen setzen wollen. Manager Todt bestätigte bereits, dass der HSV „alle Optionen prüfen“ werde. Gut möglich, dass die Hamburger vor dem 31. August noch auf dem Transfermarkt tätig werden. Ein Ende der Chaos-Tage ist vorerst nicht in Sicht.

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