Mit für einen defensiven Mittelfeldspieler sensationellen sechs Toren in zehn Pflichtspielen sowie konstant guten Leistungen schaffte Leon Andreasen nach über zwei Jahren Verletzungspause zu Saisonbeginn ein in dieser Form nie für möglich gehaltenes Comeback. Umso mehr traf den 29 Jahre alten Dänen, der prompt auch seine Rückkehr in die Nationalelf feiern durfte, das erneute Verletzungspech.

Nach einem Kreuzbandriss fällt Andreasen nun erneut mindestens ein halbes Jahr aus, was auch die Verantwortlichen bei Hannover 96 vor ein Problem stellt. Denn durch die Rückkehr von Andreasen verzichtete man im Sommer auf die Verpflichtung eines neuen defensiven Mittelfeldmannes, obwohl zugleich mit Henning Hauger ein für die Position in Frage kommender Akteur gehen durfte. Dass der bis Ende des Jahres an Lilleström SK in seine norwegische Heimat verliehene Hauger nun zurückbeordert wird, gilt jedoch als unwahrscheinlich. Manager Jörg Schmadtke hält diese Option jedenfalls nicht für sonderlich sinnvoll: „Die Frage ist, ob es Sinn macht, ihn zurück zu holen. Bei uns war er chancenlos.“

Stattdessen erklärt Schmadtke in „Bild“, wie seine Planspiele für den Winter aussehen: „Wir geben Hauger komplett ab und holen eine Alternative.“ Die Suche nach Verstärkung dürfte intern schon längst begonnen haben und sollte auch zum Ziel führen. Denn überwintert Hannover in der Europa League und im DFB-Pokal könnte es auf der Doppelsechs schnell zu Problemen kommen, sind doch ohne Andreasen und Hauger mit Sergio Pinto, Manuel Schmiedebach und Lars Stindl nur noch drei Profis für diese beiden Positionen im Kader.

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