Mainz 05: Latza ist positiv gestimmt

Trotz Abstiegskampf und auslaufendem Vertrag

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Donnerstag, 03.12.2020 | 13:07
Danny Latza von Mainz 05 gegen Lars Stindl von Gladbach

Danny Latza (l.) kennt die Tiefen der Bundesliga besser als die Höhen. ©Imago images

Danny Latza hat wahrlich schon einige mitgemacht bei Mainz 05 seit er 2015 vom VfL Bochum kam. Einem fast sensationellem Platz sechs im ersten Jahr folgten eher mehr schwere als leichte Zeiten mit viel Abstiegskampf.

So kann den Veteranen auch die aktuelle Saison mit sechs Niederlagen, Spielerstreik und Trainerwechsel zum Auftakt nicht schocken. „Am Anfang gab es vieles, was nicht so gestimmt hat, aber das Gute war, dass es so früh passiert ist. Dadurch hatten wir Zeit, es aufzuarbeiten. Ich bin jetzt echt positiv gestimmt“, verweist der 30-Jährige im „kicker“ (Ausgabe vom 03.12.2020) auf die immer besser werdenden Abläufe unter Trainer Jan-Moritz Lichte.

Leistungsträger im Wartestand

Die positiveren Resultate fanden freilich ohne den Mittelfeld-Recken statt. Den ersten Punkt der Saison half er zwar gegen Schalke noch mit einzufahren, beim Sieg über Freiburg war er jedoch gesperrt und musste gegen Hoffenheim verletzt passen.

Dennoch weiß man in Mainz um den Wert des Vorkämpfers, der die Kapitänsbinde nicht nur trägt, sondern auch mit Leben füllt. Wie in all seinen Jahren bei den Rheinland-Pfälzern war er auch an den ersten sieben Spieltagen dieser Saison Stammkraft.

Dennoch wurde sein auslaufender Vertrag noch nicht verlängert. Das trifft freilich noch auf andere Leistungsträger zu. Levin Öztunali gehört dazu, ebenso Robin Quaison.

Das Trio dürfte jedenfalls wesentlich bessere Argumente für eine weitere Beschäftigung aufbringen als die kaum eingesetzten Stefan Bell, Philipp Mwene oder Adam Szalai. Alle drei hatten bzw. haben zwar auch verletzungs- oder krankheitsbedingt nicht immer auflaufen können, sind aber auch davon abgesehen sicher nicht die heißesten Kandidaten für einen Verbleib.

Sportvorstand Rouven Schröder begründete die ausbleibenden Verlängerungen jedenfalls ohne auf einzelne Personen näher einzugehen mit der erschwerten finanziellen und sportlichen Lage.