Wenige Tage vor dem Nord-Süd Derby zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern München ist eine öffentliche Schiedsrichter-Diskussion über den FC Bayern München entfacht. Werder-Manager Thomas Eichin attackierte dabei die Unparteiischen in der Bundesliga und Bayern-Star Franck Ribery. Die Antwort aus München durch Matthias Sammer lies nicht lange auf sich warten.

Ende der 90er, Anfang der 00er Jahre lieferten sich Willi Lemke und Uli Hoeneß regelmäßig öffentliche Debatten. Die beiden galten lange Zeit als Erzfeinde und sorgten stets für reichlich Gesprächsstoff vor den Nord-Süd Derbys zwischen Bremen und den Bayern. Mit Thomas Eichin und Matthias Sammer hat sich nun eine neue Generation auf beiden Seiten gefunden, die gerne mit Giftpfeilen schießt und damit ein bisschen mehr Spannung in die Duelle bringt.

Eichin äußerte sich Anfang der Woche wie folgt zu den Münchnern und deren: „Bei den Bayern musst du aufpassen, wenn du in die Zweikämpfe gehst. Ich habe das Gefühl, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.“ Eichin sprach damit das Verhalten der Unparteiischen an und sprach damit (in)direkt von einem gewissen Bayern-Bonus. Laut Eichin sollten die Schiedsrichter „endlich mal ihren Respekt vor den Bayern ablegen. Den können sie vor und nach dem Spiel haben, aber nicht während des Spiels.“

FCB-Sportvorstand Matthias Sammer konterte nach dem 7:0 gegen Donezk gestern Abend: „Ich glaube, dass die deutschen Schiedsrichter sich das sehr gut merken sollten, was dieser Mann gesagt hat, weil das ja unterschwellig bedeutet, dass sie manipulieren.“ Ganz sachlich wollte und konnte Sammer jedoch nicht bleiben und fügte mit einem Schmunzeln an: „Der hat beim Eishockey zwischendurch mal einen Puck an den Kopf bekommen, und das sind die Spätfolgen“

Es wird spannend ob die eine oder andere Spitze bis Samstag noch ausgetauscht wird und vor allem welches Team die sportliche Antwort geben wird.