Dass es nicht die Saison von Borussia Dortmund ist, kann man wohl kaum in Frage stellen. Nicht wenige Fans des modernen Fußballs dürften sich verwundert die Augen gerieben haben, als es für den BVB in der Hinrunde der Saison Stück für Stück in der Tabelle nach unten ging.

In der Winterpause befand man sich gar auf einen Abstiegsplatz. Ähnlich verhält es sich mit Dresden, die sich allerdings erst im neuen Kalenderjahr mit den deutlichen Rückschlägen sportlicher Natur beschäftigen müssen. Im DFB-Pokal können beide Mannschaften mit einem Weiterkommen zumindest ein wenig die momentane Statistik aufbessern.

Die Ausgangslage vor dem KO-Spiel im Achtelfinale

Natürlich ist der Favorit der Wettanbieter in diesem Spiel klar, lange bevor man eine Analyse der Situation oder der Kader durchgeführt hat. Selbst wenn der BVB sieglos auf dem letzten Platz stehen würde, müssten sie sich noch immer mit deutlicher Überlegenheit gegen einen Verein aus der dritten Liga durchsetzen. Allerdings ist es natürlich für die Sicherheit der Wetten wichtig, dass man zumindest genau weiß, worauf man sich in diesem Spiel einlässt. Dabei könnte vor allem die Form aus der Rückrunde interessant sein.

Wettanbieter DFB Pokal

Bild oben: die Spiele im DFB-Pokal Achtelfinale aus Sicht der Wettanbieter

Der BVB hat sich durchaus wieder fangen können und steht nun, nach vier Spielen in der Rückrunde, sogar wieder auf einem Platz, der näher an Europa als an der Abstiegszone ist. Mit vier Siegen in Folge – darunter gegen zwei sehr starke Teams aus dem oberen Bereich der Liga – hat man genau das geschafft, was man sich vom BVB erhofft hat.

Nun ist die Frage, ob man diese neue Form auch in die anderen Wettbewerbe mitnehmen kann oder ob es im DFB-Pokal auch eine bittere Niederlage geben wird, wie es in der Champions League gegen Juventus Turin der Fall war.

Natürlich verbietet sich eigentlich der Vergleich zwischen Dynamo Dresden und der „Alten Dame“ aus Italien. Die einzige Parallele zwischen den beiden Vereinen liegt darin, dass beide vor einigen Jahren eine bittere Zeit eingeleitet haben. Während sich Turin aus seiner Negativ-Periode befreien konnte, hängt der Traditionsverein Dresden immer noch in dieser fest. Die letzte Spitze der negativen Entwicklung in Dresden war eindeutig der Abstieg aus der Zweiten Bundesliga im letzten Jahr.

Vollkommen unnötig und erneut Fehlentwicklungen im eigenen Verein geschuldet. Trotzdem hat man es immerhin in das Achtelfinale des DFB-Pokals gebracht und mit Dortmund einen Gegner erwischt, den man in dieser Form immerhin als schlagbar bezeichnen kann. Nun, das galt zumindest vor dem Start der Rückrunde, der unterschiedlicher nicht hätte für die beiden Vereine laufen können.

Die momentane Form vor dem Achtelfinale

Natürlich spielt die Form immer eine der wichtigsten Rollen. Und in diesem Bereich hat der BVB wohl alle Kritiker und neutralen Zuschauer überraschen können. Mit dem Start der Rückrunde schien man sich auch in Dortmund wieder auf die eigenen Stärken zu besinnen und mit vier Siegen in Folge hat man die gefährlichen Plätze der eigenen Liga verlassen und befindet sich nun auf dem direkten Weg in den oberen Bereich der Tabelle. Noch ist es natürlich zu früh wieder von Europa zu sprechen, allerdings gibt es noch einige Chancen für Borussia Dortmund, wenn man die aufsteigende Form auch in den nächsten Spielen halten kann.

Ganz anders sieht es hingegen in Dresden aus. Nachdem die Hinrunde durchaus Hoffnung darauf gemacht hat, dass man sich gleich mit dem erneuten Aufstieg in die zweite Liga beschäftigt, musste man im Jahr 2015 bisher nur Rückschläge in diesem Kampf hinnehmen. Niederlagen gegen direkte Konkurrenten haben dafür gesorgt, dass man sich erst einmal vom direkten Wiederaufstieg verabschiedet hat und sich neu sammeln muss. Der DFB-Pokal ist daher auch eine Chance für Dresden, zu beweisen, dass diese Saison nicht erneut unter jene fällt, die einer grauen Maus nun einmal zustehen. Allerdings darf bezweifelt werden, dass die Chancen gegen den BVB so hoch sind. Einzig der Vorteil des eigenen Publikums im Rücken könnte am Ende zu einem Vorteil werden. Oder zu einem Nachteil, wenn sich die Dresdner Zuschauer wieder von ihrer schlechten Seite zeigen.