RB Leipzig: Kein Druck auf die Stürmer

Erst drei Tore durch Angreifer

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 10.11.2020 | 14:25
Alexander Sörloth gegen Hertha BSC.

Alexander Sörloth konnte sich für Leipzig noch nicht in die Torschützenliste eintragen. ©imago images/Christian Schroedter

22 Saisontore hat RB Leipzig wettbewerbsübergreifend in dieser Saison erzielt, mit 15 Bundesliga-Treffern stellen die Sachsen den viertbesten Angriff der Liga. Dass von den 22 Toren allerdings nur drei auf das Konto von gelernten Stürmern gingen, beunruhigt Trainer Julian Nagelsmann nicht.

„Mir ist es egal, wer die Tore schießt. Hauptsache wir treffen. Ob das ein Abwehrspieler oder Stürmer ist, da lege ich nicht so viel Wert drauf“, erklärt der 33-Jährige in der Bild (Ausgabe vom 10.11.2020), angesprochen auf die ungleichmäßige Verteilung.

Stürmer auch als Wandspieler gefragt

Vielmehr weist Nagelsmann darauf hin, dass im RB-Fußball die Angreifer eben auch andere Aufgaben zu erfüllen haben, beispielsweise als Wandspieler Bälle festzumachen und auf die nachrückenden Mittelfeldspieler abzulegen. Dass diese Taktik bislang von Erfolg gekrönt wurde, belegt neben den eingangs erwähnten Zahlen auch die Tabelle.

Durch den klaren 3:0-Erfolg über Freiburg – bei dem mit Ibrahima Konaté, Marcel Sabitzer und Angelino erneut kein Stürmer unter den Torschützen zu finden war – kletterte Leipzig wieder auf Platz zwei.

Nagelsmanns Aussage darf aber auch als Versuch gedeutet werden, den Druck auf Alexander Sörloth nicht noch größer werden zu lassen. Der Angreifer, im Sommer für rund 20 Millionen verpflichtet und alleine per Position auf dem Papier der vermeintliche Timo-Werner-Nachfolger, wartet noch auf seinen ersten Treffer. In sieben Partien, von denen der Norweger lediglich zwei in der Startelf absolvierte, blieb er noch ohne Fortune im Abschluss.

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