Nachdem die noch vor kurzem zweitbeste Defensive der Liga in den vergangenen beiden Spielen gegen den VfL Wolfsburg (2:5) und bei Borussia Dortmund (1:5) zehn Gegentreffer schlucken musste, ist Christian Streich am Wochenende der Kragen geplatzt.

Der Trainer des SC Freiburg war aber nicht auf seine Spieler sauer, sondern darauf, dass von außen zunehmende Unruhe in den Verein getragen wird, indem permanent über mögliche Abgänge von Schlüsselspielern spekuliert wird: „Geld, Geld, Geld! Unsere Spieler werden wie auf dem Viehmarkt angeboten. Das sind üble Machenschaften von Händlern und Zwischenhändlern“, so Streich sichtlich verärgert aufgrund der Veröffentlichung der Ausstiegsklauseln seiner beiden wohl besten Offensivspieler Max Kruse und Daniel Caligiuri.

Sowohl der 24 Jahre alte Kruse als auch der ein Jahr ältere Caligiuri sollen den Verein trotz laufender Verträge schon im Sommer für etwas mehr als zwei Millionen Euro verlassen können, was natürlich Interessenten auf den Plan ruft. Vor allem an Linksaußen Caligiuri sollen mit Bayer Leverkusen und Hannover 96 schon zwei deutlich finanzkräftigere Vereine Interesse angemeldet haben.

Caligiuris Berater Lars-Wilhelm Baumgarten hingegen sieht in der Berichterstattung der letzten Tage einen ganz normalen Vorgang und betont gegenüber „Bild“, seinen Schützling nicht eigens bei anderen Klubs angeboten zu haben: „Das ist auch nicht nötig. Jeder weiß, dass in den Verträgen von Spielern festgeschriebene Ablösesummen stehen. Und die interessierten Vereine kennen die Ablösesummen. Sonst würde das Geschäft nicht funktionieren.“

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