Genau wie im vergangenen Jahr, als der Verein Ende Dezember nicht nur den erfolgslosen Trainer Marcus Sorg durch Christian Streich ersetzte, sondern sich auch von einigen Spielern wie Heiko Butscher oder Papiss Cisse trennte, geht der SC Freiburg auch in diesem Winter wieder offen mit seinen Personalplanungen um.

Wie Sportdirektor Dirk Dufner durchblicken ließ, sollen in den nächsten Wochen sowohl Innenverteidiger Beg Ferati als auch Mittelfeldspieler Anton Putsila und die beiden Angreifer Ivan Santini sowie Garra Dembelé den Klub trotz laufender Verträge verlassen. Gegenüber der „Badischen Zeitung“ zeigte sich Dufner zuversichtlich, das Quartett in der zweiten bis Ende Januar laufenden Transferperiode an den Mann zu bringen: „Für alle gibt es Interessenten. Konkrete Verhandlungen gab es bislang zwar nicht, aber „das meiste passiert Anfang bis Mitte Januar“, so Dufner.

Im Gegenzug wären wohl auch Neuzugänge denkbar, zumal der Kader im Falle von vier Abgängen doch relativ dünn wäre. Einem Bericht der niederländischen Tageszeitung „De Telegraaf“ soll Freiburg neben Besiktas Istanbul und Borussia Mönchengladbach zu den Interessenten für Miralem Sulejmani gehören. Der in den vergangenen Monaten von Verletzungen geplagte Serbe wird seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bei Ajax Amsterdam wohl nicht verlängern und würde laut Sportdirektor Marc Overmars, der das Interesse aus Freiburg bestätigte, schon im Winter die Freigabe erhalten.

Auch wenn Sulejmani in dieser Saison nur auf fünf Kurzeinsätze kam, zeigen die elf Treffer in 22 Spielen der letzten Saison und die über 16 Millionen Euro Ablöse, die Ajax 2008 für den heute 24-Jährigen an den SC Heerenveen überwies, das große Potential des Flügelstürmers, der beim SC eine Alternative zu Jonathan Schmid und Daniel Caligiuri wäre. Ob Freiburg den Transfer finanziell stemmen kann bzw. will, ist aber offen.

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