SC Paderborn: Die Abwehr vernachlässigt?

Defensive kann erneut nicht bestehen

Steffen Baumgart vom SC Paderborn

Steffen Baumgart kann mit der Qualität seiner Abwehr nicht zufrieden sein. ©Imago images/Jan Huebner

Der SC Paderborn muss auch nach dem 5. Spieltag der Bundesliga weiter auf den ersten Sieg nach dem Aufstieg warten. Gegen Hertha BSC gab es ein 1:2 und die Muster ähneln sich von Woche zu Woche.

Spielerisch stark wie schon in der 2. Bundesliga hält der SCP gut mit, doch wenige Chancen reichen den Gegnern um die Tore zu erzielen. Vorne stimmt es bei den Ostwestfalen, erzielten sie doch auch diesmal wie in jedem bisherigen Spiel ein Tor, doch das muss in der Eliteklasse auch einmal zum Sieg reichen. Doch dazu ist die Hintermannschaft bislang zu schwach.

Einseitige Transferpolitik

Die Verantwortlichen müssen ihre Personalpolitik inzwischen hinterfragen. Denn bundesligatauglich scheint die Mannschaft tatsächlich nur im vorderen Bereich. Für die Defensive wurde im Prinzip auch gar kein Spieler verpflichtet. Sieben offensiven Neuzugängen stehen mit Innenverteidiger-Talent Luca Kilian und Rechtsverteidiger Laurent Jans zwei Abwehrspieler gegenüber, die noch keine Minute gespielt haben. 

Währenddessen stehen Woche um Woche Uwe Hünemeier und Christian Strohdiek in der Startelf: Das Innenverteidger-Duo, das schon beim Abstieg 2014/15 das Abwehrzentrum bildete. Sie wirkten schon des öfteren wackelig. Auch am heutigen Samstag in der Hauptstadt ließ sich die Hintermannschaft beim Führungstor durch Dilrosun vorführen.

Sebastian Schonlau könnte Besserung bringen, steigt nach über zwei Monaten Verletzung aber erst wieder ins Mannschaftstraining ein. Durch eine moderatere Spielweise scheint das Problem kaum zulösen, schließlich baute Trainer Steffen Baumgart bereits Klaus Gjasula zur Stabilisierung vor der Abwehr ein. Das mannschaftstaktische Verhalten ist auch nicht zu blauäugig oder übermütig.

Das Problem scheint schlicht in der Qualität zu liegen. Da sich an dieser bei den Abwehrspielern frühestens im Winter wieder etwas ändern wird, bleibt dem Aufsteiger wohl nur der Versuch, vorne noch weiter zuzulegen und so mehr Tore zu erzielen, als die Defensive zulässt.