Am ersten Spieltag gehörte Sebastian Tyrala etwas überraschend zur Startelf der SpVgg Greuther Fürth im Spiel gegen den FC Bayern München. Auch wenn beim 0:3 gegen den deutschen Rekordmeister nach 68 Minuten für ihn Schluss war und es in den folgenden beiden Partien nur noch zu einem Platz auf der Bank reichte, sah sich der 24 Jahre alte Deutsch-Pole, der vergangene Saison verletzungsbedingt nur auf sechs Einsätze gekommen war, auf einem guten Weg.

Doch dann schlug im Testspiel Mitte September gegen den Regionalligisten SC Eltersdorf erneut das Verletzungspech zu und bescherte Tyrala bereits den zweiten Kreuzbandriss seiner noch jungen Karriere. Der aus der Jugend von Borussia Dortmund hervorgegangene Deutsch-Pole lässt sich davon aber nicht aus der Bahn werfen und denkt längst schon wieder an seine Rückkehr, auch wenn er derzeit noch zum Nichtstun verurteilt ist: „Die OP bei Dr. Bönisch in Augsburg ist sehr gut verlaufen, mittlerweile sind vier Wochen vergangen nach der OP und ich konnte meine Gehhilfen bereits beiseite legen. Es ist so alles so gut verlaufen, dass ich das Gefühl habe, morgen schon wieder auf den Platz gehen zu können. Das ist natürlich sehr trügerisch, denn ich werde mich noch fünf, sechs Monate gedulden müssen. Zunächst warte ich ab, dass ich in fünf Wochen etwa mit dem Aufbautraining beginnen kann“, so Tyrala im Gespräch mit dem „Soester Anzeiger“.

Mit dem Gedanken, aufgrund des anhaltenden Verletzungspechs die Brochen hin zu werfen und die Schuhe an den Nagel zu hängen, hat sich der im Mittelfeld flexibel einsetzbare Profi indes nie beschäftigt: „Ich habe mir gar nicht soviele Gedanken gemacht. Ich bin auch der Meinung, dass es Schlimmeres geben kann im Leben als eine Knieverletzung. Ich bin doch jedes Mal zurückgekommen. Vor einem Jahr bei meiner Verletzung haben mir auch einige einreden wollen, dass ich es nicht mehr schaffe.“

Man darf also getrost damit rechnen, dass Tyrala irgendwann im Frühjahr 2013 wieder auf den Trainingsplatz zurückkehren und intensiv an seinem Comeback arbeiten wird. Ob es noch in dieser Saison für den einen oder anderen Einsatz reicht, ist allerdings fraglich.

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