Mit Nils Petersen, der inzwischen nach vorhergehender Ausleihe fest vom FC Bayern München verpflichtet wurde, verfügt der SV Werder Bremen in seinem aktuellen Aufgebot nur über einen Stürmer, den man ohne Bauchschmerzen als verlässlichen Torjäger einplanen kann.

Weil hinter Petersens Kollegen Joseph Akpala und Denni Avdic, die nach Stand der Dinge auch das Training unter dem neuen Coach Robin Dutt aufnehmen werden, aber Fragezeichen bezüglich der Leistungsfähigkeit stehen, wird der SV Werder aller Voraussicht nach noch mindestens einen neuen Angreifer verpflichten.

Dabei deutet sich aber mehr und mehr an, dass mit Udinese Calcio keine Einigung bezüglich des ins Auge gefassten tschechischen Nationalstürmers Matej Vydra erzielt werden kann. Die zehn Millionen Euro, die der italienische Erstligist für den zuletzt an den FC Watford verliehenen Stürmer haben möchte, kann und will Werder nicht bezahlen, während Udinese wohl keine erneute Ausleihe möchte.

Deshalb laufen in Bremen längst die Suche nach Alternativen, die sich derzeit vor allem auf zwei Spieler konzentriert: Lucas Barrios und Alfred Finnbogason. Barrios, bestens bekannt aus seiner Zeit bei Borussia Dortmund, kann seinen chinesischen Klub Guangzhou Evergrande nach einer FIFA-Entscheidung wegen ausstehender Gehälter ablösefrei verlassen, wäre aber trotzdem wohl nicht billig.

Gleiches gilt für den isländischen Nationalstürmer Finnbogason, dessen Vertrag beim niederländischen Erstligisten SC Heerenveen noch bis 2015 läuft. Durch den Verkauf von Sokratis für rund neun Millionen Euro nach Dortmund verfügt Werder aber über gewisse Mittel, die zumindest einen Transfer mit einer Ablöse im mittleren einstelligen Millionenbereich ermöglichen dürften.

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