Durch den Sieg gegen Bayer Leverkusen kurz vor Weihnachten verläuft die Winterpause beim SV Werder Bremen deutlich ruhiger und entspanner als noch vor kurzem zu erwarten war. Sportdirektor Thomas Eichin kann sich somit im Wissen um ein halbwegs komfortables Polster zu den Abstiegsplätzen intensiv der Kaderplanung widmen, wobei die finanziellen Spielräume für Transfers bislang eher begrenzt sind.

Gelder für Neuzugänge könnten aber frei werden, wenn der eine oder andere Akteur aus dem vorhandenen Aufgebot den Verein verlässt und neben dem eingesparten Gehalt womöglich noch eine Ablöse in die Kassen spült.


Vor dem Absprung steht vor allem der im Sommer 2011 von Hansa Rostock gekommene Tom Trybull, der in seinen zweieinhalb Jahren zwar immer wieder positive Ansätze zeigte, letztlich aber den Durchbruch nicht geschafft hat und in der laufenden Saison nur zu zwei Kurzeinsätzen gekommen ist. Der 20-Jährige, der spätestens mit Ablauf seines Vertrages im Sommer weg wäre, steht nun offenbar auf der Wunschliste des FC St. Pauli und ist einem Wechsel zum Hamburger Zweitligisten gegenüber anscheinend alles andere als abgeneigt. Können sich beide Klubs auf eine (kleine) Ablöse einigen, dürfte der Transfer wohl Anfang Januar über die Bühne gehen.

Komplizierter ist dagegen der Fall Mehmet Ekici. Der einstige Fünf-Millionen-Euro-Einkauf konnte die in ihn gesetzten Erwartungen bislang nicht erfüllen und könnte angesichts seines noch bis 2015 laufenden Vertrages noch eine millionenschwere Ablöse einbringen. Aktuell wird vor allem Trabzonspor als Interessent gehandelt, doch ist der Klub von der türkischen Schwarzmeerküste wohl nicht gewillt, die von Werder geforderten drei Millionen Euro zu bezahlen. Und zumindest offiziell will Werder Ekici auch gar nicht verkaufen, wobei eine Änderung dieser Haltung vermutlich nur eine Frage des Preises ist.

Kommentare