5,5 Millionen Euro bezahlte die TSG 1899 Hoffenheim im Sommer an Bayer Leverkusen für Angreifer Eren Derdiyok, der beim rheinischen Werksklub sein großes Potential zwar angedeutet hatte, aber nie wirklich an Stefan Kießling vorbeigekommen war.

Allerdings lief es für Derdiyok auch von Anfang an in Hoffenheim nicht rund. Der mittlerweile entlassene Trainer Markus Babbel wollte den Schweizer Nationalspieler zwar unbedingt haben, kritisierte aber schon bald öffentlich den schlechten Fitnesszustand des Stürmers nach einem offenbar etwas zu entspannten Urlaub. Nach drei Startelfeinsätzen zu Saisonbeginn verlor Derdiyok so schnell seinen Platz unter den ersten Elf und durfte erst am 16. Spieltag unter Interimscoach Frank Kramer wieder ran, war im zweiten Spiel unter Kramer dann aber schon wieder gänzlich außen vor.

Wie und ob es mit Derdiyok in Hoffenheim unter dem neuen Trainer Marco Kurz weitergeht, ist derzeit völlig offen. Laut türkischen Medienberichten soll der 24-Jährige jedenfalls kurz vor einem Wechsel zu Fenerbahce Istanbul stehen. Übereinstimmenden Berichten zufolge ist sich Derdiyok mit dem türkischen Spitzenklub schon einig und soll neben Sercan Sararer von der SpVgg Greuther Fürth im Winter die zweite Verstärkung aus Deutschland für Fenerbahce sein.

Dass sich auch Fenerbahce und Hoffenheim einigen können, ist nach aktuellem Stand zumindest alles andere als abwegig. Gut möglich, dass Hoffenheim Derdiyok schon wieder ziehen lässt, um sich für den Abstiegskampf mit einem anderen Angreifer zu verstärken.

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