Mit der 1:2-Niederlage im Kellerduell beim FC Augsburg hat die TSG 1899 Hoffenheim einen neuen Tiefpunkt erreicht und muss nun mehr denn je um den Klassenerhalt bangen. Elf Spieltage vor Schluss ist bei lediglich zwei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz zwar noch nichts verloren, doch wer die Mannschaft von Trainer Marco Kurz in Augsburg und auch davor beim 0:1 gegen den VfB Stuttgart gesehen hat, dürfte kaum größere Summen auf den Klassenerhalt setzen.

Während der FCA sich leidenschaftlich in jeden Zweikampf warf und den unbedingten Willen zum Sieg auf den Platz brachte, war die Hoffenheimer Vorstellung einmal mehr nicht nur inspirations-, sondern auch leblos.

Erstmals rückte im Anschluss an die Partie deshalb auch Trainer Kurz, der sich zuvor trotz nur vier Punkten aus den sechs Spielen seiner Amtszeit, steht vor die Mannschaft gestellt hatte, von seinen Spielern ab. Bei „Sky“ erklärte der Fußball-Lehrer, dass es von seiner Elf „einfach zu wenig“ war und „mindestens 50 Prozent der Mannschaft den Abstiegskampf nicht angenommen“ hätten. Das von ihm in die Spieler gesetzte Vertrauen sieht Kurz jedenfalls mit „Füßen getreten“.

Manager Andreas Müller, der unter der Woche das Team mit deutlichen Worten in die Pflicht genommen hatte, kündigte derweil Konsequenzen an: „Jetzt ist es an der Zeit, in Ruhe über die nächsten Schritte nachzudenken, weil die müssen sitzen, sonst haben wir überhaupt keine Chance mehr.“

Bleibt abzuwarten, ob die alles andere als homogen erscheinende Mannschaft sich noch einmal aufraffen und zumindest den Relegationsplatz sichern kann.

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