Noch im Sommer sprach man bei der TSG 1899 Hoffenheim nach der Verpflichtung von gestandenen Spielern wie Tim Wiese, Mathieu Delpierre oder Eren Derdiyok, die allesamt ihre Qualität in der Bundesliga schon nachgewiesen haben, sowie von vielversprechenden Talenten wie Joselu oder Stephan Schröck ohne Umschweife davon, den Einzug in die Europa League anzustreben.

Nach 14 Spieltagen findet sich Hoffenheim nun aber auf dem Relegationsplatz wieder mit lediglich zwölf Punkten auf dem Konto, wodurch die Situation im Kraichgau überaus angespannt ist und zwangsläufig Trainer Markus Babbel in den Blickpunkt rückt, auch wenn der erst im Frühjahr engagierte Fußball-Lehrer ebenfalls machtlos mit ansehen muss, wie sich seine Mannschaft reihenweise Aussetzer leistet und auch gestern beim 2:4 in Nürnberg dem Gegner wieder die Gegentreffer zum Teil selbst auflegte.

Nichtsdestotrotz wird Babbel auch am Sonntag im Spiel gegen den SV Werder Bremen weiter auf der Hoffenheimer Bank sitzen, wie Manager Andreas Müller nach der Niederlage in Nürnberg betonte und stattdessen die Spieler kritisierte: „Ich habe keine Ahnung, was in den Köpfen vorgeht. Unglaublich, was wir für leichte Fehler machen.“

Generell nimmt Müller das Team in die Pflicht: „Letztendlich ist die Mannschaft gefragt. Wir werden alles in Ruhe aufarbeiten, aber wir müssen schleunigst sehen, dass wir die Kurve kriegen.“ Sollte es indes auch in den nächsten Spielen schief gehen, könnte es mit dem Trainer dennoch wieder einmal das schwächste Glied in der Kette treffen.

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