Im Sommer waren bei der TSG 1899 Hoffenheim mit der ablösefreien Verpflichtung von Tim Wiese große Hoffnungen verbunden, doch schon beim Pokal-Aus in Runde eins beim Berliner AK (0:4) deutete sich an, dass die ehemalige Nummer zwei der deutschen Nationalmannschaft im Kraichgau nicht glücklich werden würde.

Obwohl von Trainer Markus Babbel zum Kapitän ernannt, fehlt dem 30-Jährigen im Umfeld die Anerkennung, wohingegen Vorgänger Tom Starke von den Fans stets gefeiert wurde. Zum Großteil hat Wiese sich dies mit sehr durchwachsenen Leistungen und einigen fatalen Fehlgriffen selbst zuzuschreiben.

Als Reaktion auf die Vorstellungen Wieses hätte Babbel diesen im Spiel gegen Bayer Leverkusen am Sonntag (1:2) wohl auf die Bank gesetzt, wäre der Keeper nicht aufgrund einer beim Abschlusstraining erlittenen Verletzung ohnehin ausgefallen. Gegenüber „Sky“ machte Babbel aber deutlich, wie seine Entscheidung in der Torwartfrage ausgefallen wäre: „Ich habe unter der Woche darüber nachgedacht, einen Torwartwechsel vorzunehmen. Leider hat sich der Tim verletzt, dadurch ist mir die Entscheidung ein Stück weit abgenommen worden. Ich hätte mich aber höchstwahrscheinlich für Koen Casteels entschieden.“

Nach diesen Worten dürfte Wiese in Hoffenheim trotz Vertrages bis 2016 wohl keine große Zukunft mehr haben, zumal der im Sommer angeblich auch von renommierten Vereinen wie Real Madrid und dem AC Mailand umworbene Torhüter in Hoffenheim überhaupt nicht zurecht zu kommen scheint. Eine Vertragsauflösung und ein Wechsel im Winter scheinen daher alles andere als unrealistisch.

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