Wo die TSG 1899 Hoffenheim der Schuh am heftigsten drückt, ist beim Blick auf bereits 41 Gegentore nach 17 Spielen nur unschwer zu erraten. Für die Winterpause haben die Verantwortlichen im Kraichgau deshalb Nachbesserungen im zentralen Defensivbereich angekündigt, wobei neben einem Innenverteidiger auch ein Sechser kommen könnte.

Priorität hat aber wohl ein Akteur für das Abwehrzentrum, in dem sich Routinier Matthieu Delpierre auch nach der Winterpause mit Problemen herumplagt und weder Marvin Compper noch der überdies ebenfalls verletzte Jannick Vestergaard in der Hinrunde verlässliche Größen waren.

Bei der Suche nach Verstärkung scheinen Manager Andreas Müller und der neue Trainer Marco Kurz nun offenbar in Belgien fündig geworden zu sein. So bemüht sich Hoffenheim laut „Voetbalbelgie.be“ um die Verpflichtung des Senegalesen Cheikhou Kouyaté vom RSC Anderlecht, der im November auch schon mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht worden ist.

Eigentlich galt als wahrscheinlich, dass Kouyaté Anderlecht im Sommer 2013 ein Jahr vor Ablauf seines Vertrages verlassen würde, damit der belgische Spitzenklub noch eine Ablöse erzielen kann. Nun könnte der 23-Jährige aber auch schon im Winter den Absprung suchen, wobei neben Hoffenheim und dem BVB, der Kouyaté offenbar als möglichen Nachfolger für Felipe Santana im Blick hat, auch einige englische Klubs interessiert sein sollen.

Ein Schnäppchen wäre der sechsfache senegalesische Nationalspieler indes nicht. So soll Anderlecht für die vorzeitige Freigabe zehn Millionen Euro verlangen. Eine Summe, die Hoffenheim nur mit Hilfe von Mäzen Dietmar Hopp stemmen könnte.

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